Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit
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Schlafstörungen - schon wieder eine endlose Nacht

Wie sehr ein gestörter Schlaf uns beeinträchtigen kann, hat sicher ein jeder von uns schon erfahren: wie sehr der Schlaf unser Leben bestimmt, muß einem manchmal wieder bewußt gemacht werden: denn durchschnittlich ein Drittel unseres Lebens wird von dieser Phase unseres Daseins bestimmt.

Viele von uns schlafen jedoch schlecht: die Folge der Schlafstörungen ist oft Unkonzentriertheit im Beruf, innere Anspannung und Unausgeglichenheit in der Familie, lähmende Müdigkeit in der Freizeit.

Ein- und Durchschlafstörungen und andere Ursachen der Schlafstörungen:

Generell unterscheidet man zwischen Ein- und Durchschlafstörungen, aber auch Störungen, die den Schlaf beeinträchtigen sowie Schlafstörungen bei körperlichen und seelischen Erkrankungen gilt es zu differenzieren.

Allen gemeinsam ist bei chronischem Vorhandensein der Schlafstörungen, daß sie schwerwiegende gesundheitliche Erkrankungen zur Folge haben können, wenn man die Ursachen nicht erkennt und keine adäquate Behandlung zu ihrer Behebung einsetzt.

 

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Wie erkennt man eine Schlafstörung?

Viele Tests haben gezeigt, daß der Personenkreis, der gehäuft unter Schlafstörungen leidet, öfters unter Ängsten, Spannungen, unbewältigten Problemen und depressiven Verstimmungen leidet.

Ist Ihnen die Arbeit über den Kopf gewachsen; oder ist eine unerträgliche Leere in Ihnen, die Ihre Gedanken lähmt, aber zugleich Sie unter Hochspannung setzt.

In diesen, aber auch in allen anderen Fällen sollte Sie sich Ihrem Arzt anvertrauen; er wird mit Ihnen versuchen, die Ursache zu erkennen und gemeinsam mit Ihnen eine Lösungsmöglichkeit für Ihr Problem suchen.

Schlaflosigkeit beginnt am Tag: wer nachts unter ständigen Schlafstörungen leidet steht tagsüber zumeist unter erhöhten psychischen Spannung. Verschiedene Testverfahren haben gezeigt, daß schlecht schlafende häufig unter Ängsten, Spannungen und Depressionen litten als Vergleichspersonen. Die Bereitschaft unter „Hochspannung" zu stehen, ist zu einem Teil auf die besonderen Lebensumstände zurückzuführen, zu anderen aber auch erblich mitbestimmt.

 

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Welche Ursachen der Schlafstörung kennen wir?

Die Ursachen der Schlafstörung sind verschiedenartig und bei jedem von uns in irgend einer Form anders ausgeprägt.

Einschlafstörungen treten häufig bei jüngeren Menschen auf: streßbedingte Störungen des Schlafes, verbunden mit körperlicher Anspannung oder falschem Schlafverhalten oder seelische Probleme sind mögliche Ursachen.

Durchschlafstörungen zeigen sich oft bei älteren Menschen.

Schwerwiegende Störungen liegen vor, wenn die Nachtruhe mindestens drei mal pro Woche zu Ein- und/oder Durchschlafstörungen kommt, die in der Folge die körperliche Leistungsfähigkeit und das seelische Wohlbefinden merkbar beeinträchtigen.

Eine Zusammenstellung weitere möglicher Ursachen sei kurz vorgestellt:

  • störende Umweltfaktoren (z.B. Lärm, aber auch Lautlosigkeit, zu niedrige oder zu hohe Raumtemperatur,....unruhig schlafender „Bettpartner"...., zu harte oder zu weiche Matratze)

  • alkoholverursuchte Schlafstörung (durch Alkoholkonsum vor dem Zubettgehen - rascher Schlafeintritt, danach jedoch ständiges Wachwerden)

  • Störungen des Schlafrhythmus (Schichtwechsel, ständig wechselnde Arbeitszeiten)

  • zu frühes Zubettgehen, Wachwerden und Schlaflosigkeit „mitten in der Nacht"

  • das Schlaf-Apnoe-Syndrom, also Atemstillstände während des Nachtschlafes.

Wer eine Nacht durchfeiert oder -arbeitet, fühlt sich am nächsten Tag meist besser als jemand, der nur 4 oder 5 Stunden geschlafen hat (der sich also „unausgeschlafen" fühlt).

 


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Was wird mir mein Arzt raten?

Die natürliche Schlafdauer des Erwachsenen beträgt durchschnittlich zwischen 7 und 9 Stunden, kann jedoch beträchtlichen Schwankungen unterliegen: je älter wir werden, um so weniger Schlaf brauchen wir (so kann es sein, daß der achtzig-jährige nur noch 4 Stunden Schlaf benötigt).

Er wird, wenn er die Ursache(n) der Schlafstörung bei Ihnen gefunden hat, genau dort ansetzen, um Ihre Schlafprobleme zu beheben. Denn es ist nicht sinnvoll, Symptome zu behandeln, sondern die jeweiligen Ursachen. 

Schlafmittel, die unmittelbar vorm Zubettgehen eingenommen werden, lösen die Probleme nicht. Viel besser ist es, schon am Tage für Entspannung und Ausgeglichenheit zu sorgen.

Versuchen Sie Lärm und Geräuschbelästigungen zu vermeiden: ein tropfender Wasserhahn hat schon Leute zum Wahnsinn getrieben, aber auch brummende Kühlschränke und laut tickende Wecker und zu grelles Licht (von der Straßenlaterne) fördern nicht gerade den gesunden Schlaf.

Greifen Sie nicht sofort zur Schlaftablette; denn es gibt eine ganze Reihe sinnvoller und für Sie geeigneter Maßnahmen, um schlafanstoßen oder schlaffördernd zu wirken.

 

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Sie glauben gar nicht, wieviele "Kleinigkeiten" Ihnen eine beträchtliche Erleichterung bringen können:
  • achten Sie auf die Schlafumgebung (Lärm, Raumtemperatur, Bett....)

  • machen Sie einen Mittagsschlaf nur wenn Sie keine Einschlafstörungen haben

  • trinken Sie nach 19.00 Uhr nur noch eine geringe Menge an Flüssigkeiten

  • vermeiden Sie stimulierende Getränke wie Kaffee und Tee am Abend

  • rauchen Sie nicht vorm Zubettgehen

  • „schreiben Sie sich Ihre Sorgen von der Seele, so daß Sie abends sorgenlos einschlafen können"

  • versuchen Sie Ihre Schlafzeit vor- oder zurück zu verlegen (für ½ Stunde)

  • entspannen Sie sich vor dem Zubettgehen (schöne Musik, ein feinsinniges Buch - nervenaufreibende Fernsehkrimis sollte man sich nicht unbedingt zu Gemüte führen)

  • planen Sie den nächsten Tag, damit Sie in der Nacht nicht darüber grübeln müssen, was noch alles zu tun ist.

 

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Es gibt noch eine ganze Menge an Vorschlägen, die für den Einen oder Anderen das Schlafproblem gelöst haben: die manigfaltige Fülle von verschiedenen Teesorten (Baldrian-, Melisse-, Lindenblüten-Tee.... bringen den einen zu einem schnelleren Schlaf, bei anderen wiederum sind es doch alkoholische Getränke (natürlich in Maßen) wie ein Glas Rotwein oder ein Glas Bier.

Lesen ist für viele ein probates Mittel, andere setzen sich vor die Fliimmerkiste, wiederum andere machen kurz vor dem Zubettgehen noch einen Spaziergang,  andere versuchen es mit Kreuzworträtseln oder anderen geistigen Übungen.

Wenn Sie die für sich am besten geeignete Einschlafmethode bzw. -methoden gefunden haben, sollten Sie Sie sich durch nichts und niemanden beirren lassen.

 

Ein Patienten - Service von ratiopharm                                                   Ihr

 

 

 

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Stand: 15. Mai 1999