Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit

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Eine ganze Menge von Sportarten wie Inline-Skating (früher Rollschuhlaufen), Fußballspielen, Fahrradfahren, Joggen..... auf der einen Seite, Verletzungen im Haushalt oder Unfälle bei der Arbeit auf der anderen Seite, führen zu typischen Verletzungen, die nach einem traumatischen Ereignis (Sturz, Stoß, Prellung, Quetschung, Fuß verdreht....) zu einer Blutergußbildung (Hämatom) führen.

Wie kommt es zur Hämatombildung?

Durch einen Sturz oder eine Verdrehung (Distorsion) eines Sprunggelenkes kommt es zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Zerreißungsblutung oder Durchtrittsblutung eines oder mehrerer Blutgefäße, so daß Blut in das Bindegewebe um den Verletzungsort eindringt; das aus dem Gefäßsystem ausgetretene Blut gerinnt allmählich und wird mit der Zeit bindegewebsartig durchwachsen (der Mediziner nennt dies organisiert). 
Oftmals fällt sich nach kurzer Zeit eine bläuliche Verfärbung in einem verschwollenen Bereich -z.B. dem Außenknöchel- auf, die nach einigen Tagen, bedingt durch den Abbau des Blutes, zuerst gelblich, später bräunlich sich verfärbt bis sie schließlich nicht mehr erkennbar ist.

Jedoch nicht nur Verletzungen, sondern auch krankheitsbedingte Blutgerinnungsstörungen oder Gerinnungsstörungen infolge der Einnahme von bestimmten Medikamenten (z.B. Marcumar...) sind als Ursache für Hämatome zu nennen, aber auch gefäßbedingte Schäden z.B. bei einer Arteriosklerose.

 

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Die Verletzungen und die daraus resultierenden Erkrankungen sind so vielfältig, wie der Mensch Möglichkeiten bietet, sich Verletzungen zuzuziehen:

doch grundsätzlich wollen wir eine wesentliche Differenzierung der Hämatombildung erläutern:

  • zum einen sind dies Hämatome durch äußere Verletzungen, wie zum Beispiel eine Sprunggelenksdistorsion (Schieftreten mit einem Fuß) oder
  • innere Blutergußbildungen -zum Beispiel bei nach einer Rückenprellung, bei der eine Niere gequetscht wird.

Allen gemeinsam ist die oben schon dargestellte mehr oder weniger ausgeprägte Einblutung; die Folgen dieser Einblutung sind jedoch sehr verschieden und je nach betroffenem Organ mehr oder weniger gefährlich:

bei den typischen Sportverletzungen oder den meisten Alltagsverletzungen (Schieftreten, Ausrutschen....) entsteht ein Bluterguß am betroffenen Gelenk (Sprunggelenk, Handgelenk...) oder im Bereich der betroffenen Muskulatur (Wadenprellung mit großem Bluterguß im Wadenbereich...).

Es gibt jedoch auch Verletzungen, bei denen schon von Anbeginn eine sehr große Hämatombildung auffällt (etwa nach einem Sturz auf den Po und/oder die Hüfte bei Glatteis). Der anfänglich auf den Po-Bereich und die Hüfte lokalisierte Bluterguß kann in den Oberschenkel, ja teilweise bis in den Unterschenkel sich verlagern, vor allen Dingen, wenn man viel stehen muß.

 

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Zu welchen Komplikationen kann es kommen?

Gefährlich kann ein Bluterguß dann werden, wenn sich der Bereich entzündet oder wenn die ausgetretene Blutmenge -zum Beispiel im Unterschenkelbereich- die Blutgefäße abdrückt, da das Blut sich nicht weiter ausdehnen kann (Kompartmentsyndrom: wenn zum Beispiel nach einem Knochenbruch Blut in den Gewebsbereich einfließt, der sich auf Grund der „Raumnot" nicht weiter ausdehnen kann, können durch einen Anstieg des Gewebsdruckes sowohl die Durchblutung der weiter entfernten Organe und die Empfindung durch eine Kompression der Nerven empfindlich gestört werden, so daß ein operativer Eingriff zu einer Entlastung des betroffenen Organes durchgeführt werden muß.

Die „inneren" Hämatombildungen sind mindestens genauso vielgestaltig wie die äußeren:

  • Nach Nieren- oder Milzprellung: Komplikation: Einblutung in Nieren und Milz
  • Prellung des Schädels können zu ganz verschiedenen Formen einer Hämatombildung führen mit verschiedenartig ausgeprägten Krankheitsbildern und Folgen:
  • epidurales Hämatom: arterielle Blutung zwischen harte Hirnhaut und dem Schädelknochen.
  • Subdurales Hämatom: venöse Einblutung zwischen die Hirnhäute, die bei einem größeren Bluterguß und zunehmenden Hirndruck zu einer erst später auftretenden Bewußtlosigkeit führen kann
  • Bluterguß in den Augenhöhlenbereich (jeder kennt ein blaues Auge [Monokel-Hämatom] oder beidseitig blaue Augen [Brillenhämatom].

 

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Die meisten Hämatombildungen erklären sich durch äußere Verletzungen von selbst; schwierig wird es jedoch bei inneren Verletzungen, bei denen durch Blut- und Urinuntersuchungen, ergänzt durch technische Untersuchungsverfahren nach dem geschädigten Organ gefahndet wird (bei einer Nierenprellung mit Hämatombildung in die Nierenkapsel erscheint in der Urinuntersuchung dieser oft blutig).

Wie werde ich den Bluterguß wieder los?

  • Zumeist verschwinden die Blutergüsse ohne Komplikationen nach einigen Tagen von selbst; bei ausgeprägten Blutergüssen wird bei Schonung und unter Hochlagerung der betreffenden Körperteile mit äußerlich aufzutragenden Heparin-Salben die Auflösung der Blutergußbildung beschleunigt.
  • Bei großen Blutergüssen, etwa im Wadenbereich, bei dem die Gefahr der Kompression gegeben ist, [siehe Erklärung zum Kompartment-Syndrom] , muß gegebenenfalls eine chirurgische Entlastung mit Absaugung der Ergußbildung durchgeführt werden.
  • Bei großflächigen und ausgeprägten Hämatombildungen sind gegebenenfalls auch Antibiotika indiziert, vor allem wenn äußere Schürfwunden die Gefahr der Wundinfektion erkennen lassen.
  • Sind Blutergüsse jedoch nicht auf eine Verletzung zurückzuführen oder fallen Ihnen immer wieder bläulich verfärbte Schwellung an verschiedenen Körperstellen auf, wenn Sie sich an Ihren Arzt, damit er die Ursache feststellen kann.

Bei einer Schädelverletzung -gleich welcher Art- sollten Sie sich ebenfalls umgehend an Ihren Arzt wenden, damit eine Schädelfraktur ausgeschlossen werden kann.

 

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Nach einem Sturz oder einer Prellung können Sie schon eine ganze Reihe wichtiger Maßnahmen einleiten, die die Ergußbildung und den Heilungsprozeß entscheidend begünstigen können:
  • lagern Sie den betreffenden Körperteil -wenn möglich- hoch
  • kühlen Sie den verletzen Bereich (Kühlelemente auch der Kühltasche nutzen....)
  • ggf. machen Sie Eispackungen oder kalte Umschläge
  • legen Sie sich nicht mit einer großflächigen Blutergußbildung in die Sonne - nach dem Schwimmen decken Sie den betroffenen Bereich mit einem feuchten Handtuch ab und schützen ihn so vor der Sonne
  • schonen Sie sich

 

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Stand: 13. August 1999