Die
Diagnose Asthma bronchiale kann aufgrund der "typischen"
Symptome, die auftreten und der Beschwerden, die die Patienten ihrem Arzt schildern,
häufig direkt gestellt werden. Neben der körperlichen Untersuchung überprüft der Arzt
mit speziellen Atemtests die Lungenfunktion (Lungenfunktionstest-Spirographie):
Der Patient wird dabei aufgefordert über
ein Schlauchsystem, das an seinen Mund angeschlossen wird, zu atmen. Das System ist mit
einem Meßgerät verbunden, so daß wichtige Daten der Lungenfunktion wie z.B. Ein- und
Ausatemvolumen, Gesamtlungenvolumen sowie die Ausatemgeschwindigkeit registriert werden
können. Diese Untersuchung ist für den Patienten weder belastend noch schmerzhaft.
Untersuchungen des Sauerstoff- bzw. Kohlendioxydgehaltes im
Blut können im akuten Anfall lebenswichtig werden. Außerdem sollte bei
Patienten mit Verdacht auf allergisches Asthma bronchiale eine Allergietestung vorgenommen werden.
Nur so können die für die Atemnotanfälle
verantwortlichen Stoffe identifiziert werden. Durch Vermeidung von Kontakt mit den
jeweiligen Stoffen können zukünftige Anfälle verhindert werden.
Bei Verdacht auf nicht allergisches Asthma bronchiale kann eine Untersuchung
des Bronchialsekretes mit Nachweis von Krankheitserregern notwendig
werden. Dies erfolgt durch Untersuchung des abgehusteten Sekretes. Kann nicht genügend
Schleim abgehustet werden ist eine Bronchoskopie d.h. das Einbringen
eines dünnen Schlauches in die Bronchien durch Mund oder Nase und das Absaugen von Sekret
notwendig. Die Krankheitserreger können dann gezielt durch Antibiotika behandelt werden.
Die Therapie des Asthma bronchiale
beinhaltet zwei wesentliche Konzepte. Zum einen die Vermeidung weiterer Asthmaanfälle,
zum anderen das Durchbrechen eines aufgetretenen Anfalles. Dazu wird Ihnen ihr Arzt
unterschiedliche Medikamente verordnen. Die Wirkung der Medikamente erstreckt sich
einerseits auf die Erweiterung der verengten Bronchien, andererseits auf die Reduktion der
erhöhten Schleim und Sekretproduktion. Da die jeweiligen Präparate ihre Wirkung nur in
der Lunge entfalten sollen werden häufig Sprays verordnet, die mit der Einatemluft direkt
an den Ort des Geschehens gelangen. Derartige sogenannte inhalative Präparate haben keine
oder nur geringe systemische, d.h. auf den gesamten Körper übergreifende Wirkung.
Sollte mit dieser Therapieform kein
ausreichender Erfolg zu erzielen sein, kann die Einnahme von Tabletten notwendig werden.
Die Anwendung der Sprays bzw. Einnahme der Tabletten sollte auf jeden Fall nur
entsprechend der Verordnung durch Ihren Arzt erfolgen.
|