Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit
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Ablagerungen in der Wand der Blutgefäße, die man als Arteriosklerose bezeichnet, führen zu einer Verengung des Blutgefäßes und zu einem Elastizitätsverlust; das Gefäß wird dadurch spröde und hart. Diese Gefäßprozesse verlaufen sehr langsam, über Jahre hinweg, der Patient merkt anfangs nichts von diesen Veränderungen. Erst ab einer Einengung von 50 % des ursprünglichen Gefäßdurchmessers treten Beschwerden auf.

Die Blutmenge, die das Gefäß durchfließt ist reduziert, es kommt zu Durchblutungsstörungen. Bei körperlicher Anstrengung benötigt die Muskulatur wesentlich mehr Sauerstoff und Nährstoffe als in Ruhe.

Dies wird normalerweise durch eine gesteigerte Durchblutung gewährleistet. Kann dieser Bedarf an Sauerstoff und Nährstoffen infolge des geringen Gefäßdurchmessers nicht gedeckt werden, spricht man von Durchblutungsstörungen.

 

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Was ist anders - wenn Nikotin im Spiel ist?

Sind diese Durchblutungsstörungen jedoch durch übermäßigen Nikotin-Konsum verursacht oder ist ein erhöhter Nikotingenuß mit im Spiel, stellt sich die Situation besonders heikel dar: denn die Mechanismen, die bei Rauchern zu einer Arteriosklerose führen, sind nicht völlig bekannt.

Bekannt ist, daß Veränderungen im Fettstoffwechsel ursächlich dafür ist: bei vielen Studien hat man entdeckt, daß nach Zigarettenrauchinhalation es zu einer verstärkten der Mobilisierung körpereigener Fettbestände kommt, die schließlich eine beschleunigte Umwandlung zu LDL - Cholesterin-Fetten ("böse" Fette) zur Folge haben.

Außerdem wurde gleichzeitig ein Absinken der HDL-Cholesterin-Fette ("gute" Fette) festgestellt.

Nikotin führt außerdem zu einer sympathischen peripheren Tonuserhöhung (Teil des autonomen Nervensystems), die unter anderen eine Blutdruckerhöhung zu Folge hat. Dabei werden gleichzeitig bis zu 15 % des Blutfarbstoffs Haemoglobin, der für den Sauerstofftransport benötigt wird, blockiert, so daß insgesamt die Sauerstoffversorgung der Blutgefäße deutlich reduziert wird.

Der bebräuchliche Name "Raucherbein" wird im medizinischen Sprachgebrauch als Endarteriitis oder Thrombangiitis obliterans bezeichnet: dieser Begriff leitet sich von der Entstehung der arteriellen Verschlußkrankheit durch einen entzündlichen Wandprozeß der Arterien ab, der zu Anlagerung von Thromben und zu den gefürchteten Gefäßverschlüssen führen kann.

 

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Es erkranken fast ausschließlich jugendliche, meist männliche Raucher im Alter von 20-40 Jahren; betroffen sind vor allem die mittelgroßen und die kleinen Extremitätenarterien (im Gegensatz zur Arteriosklerose oft auch der oberen Extremität), so daß eine arterielle Verschlußkrankheit vom Unterschenkel- bzw. Unterarmtyp sowie vom akralen (Gliedmaßenenden) Typ resultiert.

Besonders typisch für das Raucherbein (Endarteriitis oder Thrombangiitis obliterans) gilt eine Mitbeteiligung der Venen in Form von Beinvenenentzündungen (Phlebitiden).

Die Erkrankung führt häufig zum Gliedmaßenverlust; die Lebenserwartung ist aber weitgehend normal, da innere Organe im Regelfall nicht mitbetroffen sind.

 

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Die Diagnostik und Therapie entspricht denen der allgemeinen Durchblutungsstörungen, wobei entzündliche Gefäßprozesse durch spezielle laborchemische Methoden noch zusätzlich untersucht werden.

 

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Kurz gesagt - hören sie umgehend mit dem Rauchen auf.

Denn durch genügend Forschungsstudien ist hinlänglich bewiesen, daß der uneinsichtige Raucher "große Chancen" hat, früher oder später einschneidende Komplikationen zu erleiden.

 

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Sprechen Sie mit Ihrem Arzt - er wird Ihnen durch Informationen helfen, leichter vom Nikotin "wegzukommen".

Dies tun müssen Sie allerdings selbst.

 

Ein Patienten - Service von ratiopharm                                                   Ihr

 

 

 

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Stand: 15. Mai 1999