| Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit | |
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Das menschliche Urogenital-System setzt sich -wie Sie wissen- aus den parenchymatösen Organen (das spezifische Gewebe eines Organs) Niere, Prostata und Hoden und den Hohlerganen (Nierenbecken, Harnleiter, Blase und Harnröhre) zusammen. Ganz allgemein ist wichtig, daß Entzündungen der parenchymatösen Organen in der Regel
Entzündungen der Hohlorgane, die in der Regel
Die entzündlichen Nierenerkrankung (Nephritiden) stellen eine Gruppe von Erkrankungen mit unterschiedlichster Ausprägung der Beschwerden bei den betroffenen Patienten dar. Allen Nephritiden gemeinsam ist jedoch die Tatsache, daß es zu einer Entzündung der Nieren kommt womit eine Funktionseinschränkung oder ein Funktionsverlust des Ausscheidungsorgans Niere verbunden ist. Deshalb werden Abfallstoffe nicht mehr ausreichend ausgeschieden und können so zu Vergiftungserscheinungen mit lebensbedrohlichen Zuständen führen. Ursachen, Beschwerden, Therapie und Prognose der jeweiligen Nephritis können dabei sehr unterschiedlich sein. Je nachdem ob die Erkrankung durch Bakterien hervorgerufen wird, oder ob keine Bakterien an der Entstehung beteiligt sind, spricht der Mediziner von bakterieller und abakterieller Form. Daneben spielt für die Einteilung der Erkrankung der Verlauf eine Rolle. Es wird unterschieden, ob die Entzündung akut aufgetreten ist, oder ob eine chronische Form vorliegt. Deshalb untergliedert man letztendlich in
Die beim
Patienten am häufigsten vorkommende Nierenentzündung ist die akute bakterielle Form, die
sog. Nierenbeckenentzündung oder Pyelonephritis. Die nicht
bakteriell bedingten akuten Formen treten wesentlich seltener auf.
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Was leisten eigentlich die Nieren? Die Nieren haben die Aufgabe, den Wasserhaushalt sowie die Konzentration der Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, u.a. im Körper konstant zu halten. Darüber hinaus erfüllen sie eine entscheidende Funktion bei der Ausscheidung von Abfallstoffen, die im Körper anfallen. Je nachdem wieviel Wasser und Mineralstoffe dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden wird stärker oder schwächer konzentrierter Urin produziert und ausgeschieden. Mit dem Urin müssen auch die im Körper
anfallenden "Abfallstoffe" ausgeschieden werden. Um diesen Aufgaben gerecht zu
werden, arbeitet die Niere nach einem komplizierten Filterprinzip. Bei den entzündlichen Nierenerkrankungen kommt es zur Veränderungen dieser Kanälchen und des Gewebes um die Kanälchen, häufig ist auch das Nierenbecken mitbetroffen. Bei den Glomerulonephritiden greift die Entzündung zusätzlich noch auf die Nierenkörperchen über. Die Folge ist eine Störung der Harnbildung und Harnkonzentrierung, was zum völligen Nierenversagen führen kann.
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Akute bakterielle Nierenentzündungen sind durch ihren plötzlichen Beginn gekennzeichnet. Bei den Patienten kommt es aus völliger Gesundheit heraus zu Fieber mit Schüttelfrost und starken Schmerzen in den Flanken. Weiterhin haben die Patienten Beschwerden wie gehäufter Harndrang bei nur kleinen Urinportionen und ein Brennen beim Wasserlassen. Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopfschmerzen und Müdigkeit kommen oft noch hinzu. Seltener kommt es zu Erbrechen und Bauchschmerzen mit Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Bei der chronisch bakteriellen Nierenentzündung liegt als Ursache meist ein Infekt vor, der sich auf eine schon vorgeschädigte Niere regelrecht "aufpfropft". Die Symptome dieser Patienten sind recht unterschiedlich, es können alle Erscheinungsformen auftreten von Beschwerdelosigkeit bis hin zum kompletten Nierenversagen mit Versiegen der Urinproduktion und Vergiftungserscheinungen durch das Anhäufen schädlicher Substanzen im Körper. Im allgemeinen bemerken die Patienten aber eine langsam zunehmende Leistungsschwäche mit allmählich fortschreitendem Gewichtsverlust und leicht erhöhter Temperatur. Hinzu kommen Störungen des Herz- und Kreislaufsystems wie Bluthochdruck und Einschränkungen der Pumpleistung des Herzens. Infolge der schlechten Nierenfunktion treten, besonders an den Unterschenkeln, Knöcheln und Händen, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe = Ödeme auf. Für viele Patienten sind aber die wesentlichen Symptome, die sie zum Arzt führen die Druckschmerzhaftigkeit im Nierenlager, seitlich der Wirbelsäule und die sie belastenden Beschwerden beim Wasserlassen wie häufiger, auch nächtlicher Harndrang bei nur kleinen Urinmengen. Bei der akuten abakteriellen
Nephritis (also nicht durch Bakterien ausgelösten Nierenentzündung), die
infolge eines Infektes auftreten kann sind oft erste Symptome Blutbeimengungen im Urin. Die abakterielle chronische Nierenentzündung verläuft über einen sehr langen Zeitraum unbemerkt. Die Krankheit schreitet jedoch weiter fort, so daß die Nierenschädigung stetig zunimmt. Ursache für diese Nierenerkrankung sind häufig jahrelange Schmerzmitteleinnahme. Diese Form der Nephritis macht lange Zeit keine oder nur recht unspezifische Symptome wie Rücken- oder Kopfschmerzen. Erst im späten Stadium, wenn es zur erheblichen Störung und Einschränkung der Nierenfunktion gekommen ist bemerken die Patienten eine verminderte Urinproduktion und Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe.
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Diagnostik und Therapie Durch eine exakte Befragung des Patienten und die körperliche Untersuchung gewinnt der Arzt wertvolle Informationen und kann die Verdachtsdiagnose einer entzündlichen Nierenerkrankung stellen. Mit Hilfe von verschiedenen Urin und Blutuntersuchungen läßt sich dieser Verdacht abklären bzw. bestätigen. Auch eine Ultraschalluntersuchung der Niere und der ableitenden Harnwege ist nötig, um eventuell aufgetretene Veränderungen der Nierenstruktur rechtzeitig zu erkennen. Reichen diese Möglichkeiten nicht aus um eine exakte Diagnose stellen zu können, kann in seltenen Fällen auch eine kleine Gewebeentnahme aus der Niere notwendig werden. Liegt eine bakteriell bedingte Nierenentzündung vor, können durch eine konsequente und gezielte Antibiotikatherapie die Bakterien eliminiert werden, so daß ein Abklingen der Entzündung und die Wiederherstellung der normalen Nierenfunktion möglich ist.
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Was können Sie tun? Wird auf Grund von Beschwerden, Urin- und Blutuntersuchungen die Diagnose einer entzündlichen Nierenerkrankung gestellt, ist es oberstes Ziel die Nierenfunktion wiederherzustellen. Deshalb leitet ihr Arzt eine entsprechende Therapie ein.
Sie können aber auch selbst einiges für ihre Nieren tun und somit die Therapie ihres
Arztes unterstützen. Die Nieren sind Ausscheidungsorgane, deshalb ist es ganz wichtig,
daß sie genügend "durchgespült" werden. Achten
Sie deshalb auf eine ausreichende Trinkmenge von mindestens 2 Liter pro Tag.
Dieser "Spüleffekt" bewirkt die vermehrte
Ausscheidung von eventuell vorhandenen Bakterien mit dem Urin. Ein Aufsteigen von
Krankheitserregern über die Blase in die Nieren wird so verhindert. Eine ausreichende
Trinkmenge ist nicht nur dann wichtig, wenn schon Probleme aufgetreten sind, vielmehr kann
man durch genügend Flüssigkeitszufuhr dem Entstehen von Nierenerkrankungen vorbeugen. Gesunde Nieren kann man mit Flüssigkeit nicht überfordern, sondern nur fördern.
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