| Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit | |
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| Das
maligne Melanom ist eine bösartige Tumorerkrankung, die von Pigmentzellen -den
Melanocyten- ausgeht und sich vorwiegend an der Haut manifestiert; aber in seltenen
Fällen kommt sie auch am Auge (und da an der Uvea [mittlere Augenhaut] und an der Retina
[Netzhaut, innerste Schicht des Augapfels]) und an Schleimhäuten verschiedener
Lokalisation vor. Auch unter den Nägeln der Hände und Füße ist das Auftreten nicht
selten. Auffällig bei diesem Tumor ist, daß bei bestimmte Bevölkerungsgruppen (zum Beispiel Asiaten, Afrikaner) diese Tumorerkrankung -wenn überhaupt- nahezu ausschließlich im Schleimhautbereich und an den Händen (Hohlhand) bzw. Füßen (Fußsohlen) lokalisiert ist. Das maligne Melanom nimmt weltweit an Häufigkeit zu, vor allem sind stark sonnenexponierte, hellhäutige Menschen besonders davon betroffen. Dieser Tumor, der für etwa 90 % der Sterblichkeit aller Hauterkrankungen verantwortlich ist, hat selbst bei erst kleinen erkennbaren Hautveränderungen die Tendenz, Metastasen (Tochtergeschwülste) zu setzen. Für die Tumorentstehung werden zur Zeit außerdem immunologische Vorgänge diskutiert; der genetische (erbliche) Einfluß ist schon seit langem bekannt, ebenso wie die zentrale Bedeutung der übermäßigen UV-Bestrahlung.
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Grundsätzlich
unterscheidet man verschiedene Formen der malignen Melanome der Haut:
die Erstgenannten haben eine deutlich bessere Prognose als die nodulären, da diese von Anfang an in die Tiefe der Haut vordringen. Die Eindringtiefe spielt eine entscheidende für die Prognose des Krankheitsverlaufes:
Für die Prognose ist neben der Eindringtiefe auch das Level/Dicke, die Mitoserate sowie die Größe des Tumors wichtig; außerdem die Abwehrkraft des Immunsystemes, das Alter und die Lokalisation des malignen Melanomes.
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| Warnsymptome: Es ist nicht unbedingt leicht, ein krebsverdächtiges Melanom von einem ungefährlichen Muttermal zu unterscheiden, wenn es erst in einem sehr frühen Stadium angetroffen wird. Hilfreich bei der Früherkennung und Unterscheidung von malignen Melanomen und unverdächtiger Pigmentmale hat sich die sogenannte A-B-C-D-E-Regel erwiesen:
Jedes dieser dargestellten Warnsymptome -vor allem die Kombination von mehreren- sollte schnellstens zu einer genauen Kontrolle bei Ihrem Arzt führen.
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| Wie
stellt man das maligne Melanom fest? Allein die körperliche Untersuchung, seit neuestem ergänzt durch die sogenannte Auflichtmikroskopie, läßt mit großer Sicherheit die Diagnose malignes Melanom vermuten. Die so gestellte Diagnose bedarf immer einer histologischen Absicherung: sei es durch eine Probebiopsie (die aber im nötigen Abstand von der Hautveränderung im gesunden Bereich der Haut vorgenommen werden muß) und der möglichst innerhalb eines Monats danach durchzuführendem zweiten Eingriffs (Nachexcision) mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Die weiteren Untersuchungen (Röntgen der Lunge, Sonographie, Laboruntersuchungen...) helfen das genaue Stadium der Tumorerkrankung festzulegen, um eine optimale Behandlungsplanung zu erreichen. Die einzige Therapiemöglichkeit besteht in der möglichst frühzeitigen Excision des malignen Melanoms im Gesunden. Bei etwa 90 % der Erkrankten kann die Diagnose ohne erkennbare Metastasierung gestellt werden. Das maligne Melanoms wird großflächigdas heißt mit etwa 4 cm Abstand in jede Richtung- aus dem gesunden Gewebe entfernt; größere Weichteildefekte werden anschließend mit den Möglichkeiten der plastischen Chirurgie gedeckt. Bei Lymphknotenbefall werden auch die Lymphknoten entfernt, heute oft mit einer sogenannten Perfusionstherapie mit Zytostatika kombiniert. Die 10 - Jahres - Überlebensrate beträgt etwa 75 - 80 Prozent aller Erkrankten. Zukunftsaussichten: 1998 wurden zwei Wissenschaftler vom krebsforschungszentrum Heidelberg und dem Universitätsklinikum Mannheim ausgezeichnet, die einen therapeutischen Impfstoff für Melanom-Patienten entwickelt haben: erste Versuche haben ergeben, daß bei sechs Patienten sich die Tumore zurückbildeten oder deutlich verkleinerten; zwei weiteren Patienten, deren Krebserkrankung schon weit fortgeschritten war, sind seit mehr als zwei Jahren krebsfrei.
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| Achten
Sie auf Veränderungen Ihres größten Körperorganes, vor allem wenn Muttermale bei Ihnen
vorliegen bzw. diese sich plötzlich verändern (zum Beispiel: größer werden, jucken,
die Farbe ändern, bluten....); aber auch darauf, wenn neue Hautveränderungen bei Ihnen
entstehen. Bei der Selbstuntersuchung der Haut sollten Sie folgendermaßen vorgehen: Untersuchungsbedingungen/Voraussetzungen:
So führen Sie die Selbst-Untersuchung am besten durch:
Untersuchen Sie Ihre Kinder -vor allem, wenn sie häufiger mit Sonnenbrand nach Hause kommen oder Sie Pigmentmale haben und leiten Sie sie auch zu Selbstuntersuchung an.
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| Ihr Arzt kann Ihnen
eine Bilderserie zeigen, die Ihnen die verschiedenen Formen solcher Veränderungen zeigt,
die besser als viele Worte die Verschiedenen Ausprägungen der Erkrankung darstellen. Dies
wird Ihnen helfen, bei etwaigen Veränderungen an Ihrer Haut besonders aufmerksam zu sein
und frühzeitig Ihren Arzt aufzusuchen. Denn Sie wissen ja: gerade beim malignen Melanom ist die frühzeitige Erkennung die beste Heilung. |
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