| Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit | |
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| Die Gürtelrose (Herpes zoster) wird
vom Varicella-Zoster-Virus (VZV) hervorgerufen, dem gleichen Virus, das
auch die Windpocken auslöst. Sie kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei Patienten über 50 Jahre am häufigsten und nimmt mit steigendem Alter zumeist an Schwere zu. Ihren Namen hat die Gürtelrose vom gürtelartigen Verlauf der Hauterscheinungen, die -zumeist streng einseitig und entlang dem Verlauf eines oder mehrere Hautnerven auftreten.
Schon am zu Beginn der Erkrankung -zum Teil schon vor dem
Auftreten der charakteristischen Hauterscheinungen- treten häufig Allgemeinerscheinungen
wie Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden und auch zuweilen auch Fieber
auf. |
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| Der
Herpes zoster kann eigentlich in jedem Alter auftreten, ist aber bei jüngeren Menschen
recht selten. Der Erkrankungsgipfel liegt bei Personen zwischen 60 und 70 Jahren. Bei
älteren Menschen nimmt die Beschwerdesymptomatik deutlich zu. Kinder ohne vorherige Windpockenerkrankung können sich bei Patienten, die gerade eine Herpes zoster - Erkrankung durchmachen, anstecken und erkranken dann an Windpocken. Oft nistet sich das Virus nach durchgemachter Windpockeninfektion in den Nervenwurzeln des Rückenmarkes oder der Nervenzellen ein; für das körpereigene Abwehrsystem ist es nicht erreichbar, so daß es oft viele Jahre oder Jahrzehnte in den Nervenwurzeln verbleiben kann ohne Symptome zu verursachen. Zwar bildet das körpereigene Immunsystem Antikörper gegen das Virus aus, kann das Virus aber nicht vernichten. Bei einer Zweitinfektion eines älteren Erwachsenen durch ein Kind mit Windpocken kann es zum Ausbruch der Gürtelrose kommen. Die Zostererkrankung kann jedoch auch durch eine Reaktivierung der schlummernden Viren im Körperinneren ausgelöst werden. Die Reaktivierung der Viren kann verursacht werden durch:
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![]() Herpes - Virus |
| Bevor die charakteristischen Anzeichen der Krankheit auftreten, kann
3-4 Tage ein Anfangsstadium mit Frösteln, Fieber, Unwohlsein und Störungen des
Magen-Darm-Traktes -mit oder ohne Schmerzen an der Stelle, wo später die
Hautveränderungen in Form von Bläschen erkennbar werden- vorausgehen. Am 4.-5. Tag
treten dann mehr oder weniger stark ausgeprägte typische Bläschengruppen auf einer
geröteten Haut auf, die entlang der Hautdermatomen der betroffenen Wurzelganglien
angeordnet sind. Das befallene Gebiet ist in der Regel überempfindlich, und die Schmerzen können stark sein. Die Exantheme zeigen sich meist einseitig im Brust-/Rückenbereich. Sie werden etwa am 5. Tag ihres Bestehens trocken und schuppig. Der Zoster kann sich ausnahmsweise auch auf den gesamten Körper ausdehnen. Wenn eine Streuung eintritt oder die Läsionen mehr als 2 Wochen andauern, besteht Verdacht auf eine zugrundeliegende maligne Erkrankung oder einen immunologischen Defekt. Tritt eine schwere Form der Herpes zoster-Erkrankung bei einem jungen Menschen auf, sollte unbedingt eine HIV-Erkrankung ausgeschlossen werden. Bei der Herpes zoster-Erkrankung eines älteren Menschen muß eine maligne Erkrankung als Grundleiden ausgeschlossen werden.
Hauptsächlich bei älteren Personen kann eine immer wieder aufflackernde Neuralgie (Nervenschmerzen) für Monate oder Jahre bestehen bleiben;
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| Wie wird die Diagnose "Gürtelrose" bestätigt? Die Herpes simplex-Erkrankung kann mit Herper zoster verwechselt werden; der Herpes zoster-Erkrankung wiederholt sich jedoch selten und erzeugt stärkere Schmerzen und größere Gruppen von Bläschen, die entlang eines sensorischen Nerven (Nerv, der die Gefühlsempfindung weiterleitet) angeordnet sind. Die Diagnose einer schon ausgeprägten Erkrankung ist durch das charakteristische Erscheinungsbild (Gürtelförmiger, segmentaler, meist einseitiger Verlauf) und die Symptomatik leicht zu stellen. Allerdings ist dies zu Beginn der Erkrankung -wenn oft noch keinerlei Hautmanifestationen zu sehen sind- oft recht schwierig. Durch Viruskulturen und spezielle Laboruntersuchungen (Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) und Negativkontrastverfahren) ist eine frühe, nicht invasive Diagnose der Herpes-zoster-Erkrankung möglich, jedoch meist nicht erforderlich.. Wie kann der Herpes zoster geheilt werden? Bei leichteren Formen der Herpes-zoster-Erkrankung wird eine symptomatische Therapie mit schmerzlindernden Medikamenten -falls sie überhaupt benötigt werden- durchgeführt; gegebenenfalls ergänzt durch lokale Anwendungen von sogenannten Schüttelmixturen mit Zusatz von Zink und Clioquinol. Allerdings sind solche Mißturen für die Anwendung im Gesicht nicht geeignet. Antibakterielle Substanzen, die als Salben aufgetragen werden, kommen dann in Betracht, wenn eine zusätzliche Infektionen mit Bakterien stattgefunden hat. Bei schwer verlaufenden Erkrankungen und bei Herpes-zoster-Erkrankungen im Gesichtsbereich sollte auch eine systemische Therapie mit Aciclovir (=virushemmende Substanz) durchgeführt werden; sie kann den Verlauf und vor allem die wieder aufflackernde Neuralgie (Nervenschmerzen), die nach Monaten und Jahren wieder auftreten kann, günstig beeinflussen. Bei älteren und stark infektionsgefährdeten Patienten ist gegebenenfalls eine Antibiotika-Therapie zur Abschirmung gegenüber bakteriellen Zusatzinfektionen durch Tabletten erforderlich, da das an sich schon geschwächte Abwehrsystem dieser Menschen durch die schwere Allgemeininfektion weiter geschwächt wird und so deutlich anfälliger wird. Gegebenenfalls wird man bei diesen und auch bei Schwageren ein Zosterimmunglobolin -also direkte Antiker gegen das Zostervirus- einsetzen.
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![]() herpes zoster am Rücken |
| Wie kann ich mich vor einer Herpes - Zoster - Infektion
schützen? Patienten mit einem geschwächten Immunsystem -also bei Krebserkrankungen, während oder nach einer chemotherapeutischen Behandlung, bei einer bestehenden HIV-Infektion und bei durchgeführten Organtransplantationen- sollten jeglichen Kontakt zu Kindern mit einer Windpockenerkrankung meiden. Außerdem sollten Patienten mit einem geschwächten Immunsystem auch den Kontakt mit an Herpes zoster erkrankten Personen meiden und, sobald Sie Symptome einer möglichen Gürtelrose bei sich erkennen, umgehend Ihren Arzt aufsuchen.
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| Es gibt außerdem einige grundsätzliche Tips, die Ihnen
hilfreich sein werden. Sie haben gehört, wie wichtig eine funktionierendes Immunsystem für die Entstehung bzw. den Verlauf der Erkrankung ist; daher sollten Sie -vor allem auch als älterer Mensch- alles tun, um Ihr Immunsystem zu stärken:
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