Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben
azu-galle-op.jpg (10647 Byte)

für

Mögliche Störungen bei und nach der Operation?
Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Trotz größter Sorgfalt kann es vereinzelt zu Zwischenfällen kommen. Zu nennen sind:

• Verletzungen benachbarter Organe (z.B. großer Gallengang, Dünn-, Dickdarm, Magen, Leber), Blutgefäße und Nerven: das Risiko ist erhöht nach Vor-Operationen, bei Notoperationen und bei schwierigen anatomischen Verhältnissen;

• selten stärkere Blutungen, die eine Blutübertragung erfordern; sehr selten kann es dadurch zu Infektionen z.B. mit Hepatitis-Viren (Leberentzündung) oder extrem selten mit HIV (Spätfolge AIDS) kommen;

• selten Druckschäden an Nerven und Weichteilen durch die bei der Operation erforderliche Lagerung. Sie bilden sich meist innerhalb weniger Wochen zurück und hinterlassen selten bleibende Beschwerden (z.B. Taubheitsgefühl) oder Narben. Das gilt auch für Hautschäden durch Desinfektionsmittel oder elektrischen Strom;

• Wundheilungsstörungen (Vereiterung); in der Folge kommen vereinzelt überschießende Narben oder Narbenbrüche vor; vereinzelt können auch im Körper zurückbleibende Fadenreste oder Klammern hartnäckige Beschwerden (z.B. Entzündung, Eiterung, nässende Fistel) verursachen; diese Fremdkörper müssen dann evtl. in Narkose entfernt werden;

• Bauchfellentzündung (gallige Peritonitis), wenn Nähte am Gallengang undicht werden, selten nach dem Ziehen einer T-Drainage; vereinzelt kann sich in weiterer Folge eine Fistel (Verbindungsgang zwischen Gallengang und Darm oder Körperoberfläche) entwickeln;

• vorübergehende Schwellung der Gallengänge. die zum Rückstau der Galle, weiter zu Gelbsucht oder Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen kann. Narbige Engen kommen vor, wenn der Gallengang eröffnet werden mußte;

• Steine, die in den Gallengängen oder im Bauchraum zurückbleiben oder sich - sehr selten - in den Gallengängen neu bilden. Sie können meist im Rahmen einer Spiegelung (Endoskopie) entfernt werden;

• Schmerzen im Schulter-, Bauch- oder Halsbereich. die kurzfristig nach der laparoskopischen Operation auftreten können; auch nach Ziehen einer T-Drainage treten vereinzelt Schmerzen auf, die meist nach wenigen Stunden oder Tagen verschwinden;

• Pneumothorax: In seltenen Fällen kann das zum Aufblähen der Bauchhöhle verwendete Gas in den Brustraum eindringen und vorübergehend die Lunge verdrängen. Das Gas verschwindet in der Regel innerhalb weniger Stunden von selbst. Nur selten muß zur Verbesserung derAtmung ein Kunststoffschlauch (Drainage) eingelegt werden;

• Knistern, das nach laparoskopischen Eingriffen bei Betasten der Haut zu hören ist; es ist aber bedeutungslos und vergeht nach kurzer Zeit wieder;

• Bildung von Blutgerinnseln und Blutgefäßverschluß durch verschleppte Gerinnsel (Lungenembolie) insbesondere bei Bettlägerigkeit oder anderen Risikofaktoren („Pille", Rauchen);

• Verwachsungen in der Bauchhöhle, die noch Jahre später zu einem Darmverschluß führen können;

• Einspritzungen vor, bei oder nach der Operation können in seltenen Fällen Haut- und Weichteilschäden (Spritzenabszeß, Absterben von Gewebe, Nerven- und Venenreizungen) und langdauernde Beschwerden (Narben, Schmerzen) zur Folge haben.

Fast alle genannten Komplikationen können Nachoperationen und weitere Behandlungsmaßnahmen erfordern.

Bitte fragen Sie, wenn Sie weitere Informationen wünschen.

 

Ein Patienten - Service von ratiopharm                                                   Ihr

 

 

 

© ddf8c.jpg (6740 Byte)
Stand: 30. Mai 1999