Verletzungen benachbarter Organe (z.B. großer
Gallengang, Dünn-, Dickdarm, Magen, Leber), Blutgefäße und Nerven: das Risiko
ist erhöht nach Vor-Operationen, bei Notoperationen und bei schwierigen anatomischen
Verhältnissen;
selten stärkere Blutungen, die eine
Blutübertragung erfordern; sehr selten kann es dadurch zu Infektionen z.B. mit
Hepatitis-Viren (Leberentzündung) oder extrem selten mit HIV (Spätfolge AIDS)
kommen;
selten Druckschäden an Nerven und
Weichteilen durch die bei der Operation erforderliche Lagerung. Sie bilden sich meist
innerhalb weniger Wochen zurück und hinterlassen selten bleibende Beschwerden (z.B.
Taubheitsgefühl) oder Narben. Das gilt auch für Hautschäden durch Desinfektionsmittel
oder elektrischen Strom;
Wundheilungsstörungen (Vereiterung); in der Folge
kommen vereinzelt überschießende Narben oder Narbenbrüche vor; vereinzelt können auch
im Körper zurückbleibende Fadenreste oder Klammern hartnäckige Beschwerden (z.B.
Entzündung, Eiterung, nässende Fistel) verursachen; diese Fremdkörper müssen dann
evtl. in Narkose entfernt werden;
Bauchfellentzündung (gallige Peritonitis), wenn
Nähte am Gallengang undicht werden, selten nach dem Ziehen einer T-Drainage; vereinzelt
kann sich in weiterer Folge eine Fistel (Verbindungsgang zwischen Gallengang und Darm oder
Körperoberfläche) entwickeln;
vorübergehende Schwellung der Gallengänge.
die zum Rückstau der Galle, weiter zu Gelbsucht oder Entzündung der Bauchspeicheldrüse
führen kann. Narbige Engen kommen vor, wenn der Gallengang eröffnet werden mußte;
Steine, die in den Gallengängen oder im Bauchraum
zurückbleiben oder sich - sehr selten - in den Gallengängen neu bilden. Sie können
meist im Rahmen einer Spiegelung (Endoskopie) entfernt werden;
Schmerzen im Schulter-, Bauch- oder Halsbereich. die
kurzfristig nach der laparoskopischen Operation auftreten können; auch nach Ziehen einer
T-Drainage treten vereinzelt Schmerzen auf, die meist nach wenigen Stunden oder Tagen
verschwinden;
Pneumothorax: In seltenen Fällen kann das zum
Aufblähen der Bauchhöhle verwendete Gas in den Brustraum eindringen und vorübergehend
die Lunge verdrängen. Das Gas verschwindet in der Regel innerhalb weniger Stunden von
selbst. Nur selten muß zur Verbesserung derAtmung ein Kunststoffschlauch (Drainage)
eingelegt werden;
Knistern, das nach laparoskopischen Eingriffen bei
Betasten der Haut zu hören ist; es ist aber bedeutungslos und vergeht nach kurzer Zeit
wieder;
Bildung von Blutgerinnseln und Blutgefäßverschluß
durch verschleppte Gerinnsel (Lungenembolie) insbesondere bei Bettlägerigkeit oder
anderen Risikofaktoren (Pille", Rauchen);
Verwachsungen in der Bauchhöhle, die noch Jahre
später zu einem Darmverschluß führen können;
Einspritzungen vor, bei oder nach der Operation
können in seltenen Fällen Haut- und Weichteilschäden (Spritzenabszeß, Absterben
von Gewebe, Nerven- und Venenreizungen) und langdauernde Beschwerden (Narben, Schmerzen)
zur Folge haben.