Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit
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Die Arteriosklerose ist eine der häufigsten Erkrankungen unserer Zeit In Deutschland erleiden jährlich 260000 Menschen einen Herzinfarkt, insgesamt sterben 180000 Menschen pro Jahr an den Folgen der Koronaren Herzkrankheit (KHK); an einem Schlaganfall sterben jährlich 170000 Menschen, wobei jeder Vierte im Rahmen des ganz akuten Krankheitsgeschehens verstirbt und von den Überlebenden wiederum jeder Vierte pflegebedürftig wird.

Ausgelöst wird die Erkrankung durch Ablagerungen an den Gefäßwänden, wodurch es zu Verengungen der betroffenen Blutgefäße kommt. Diese Gefäßablagerungen bewirken eine eingeschränkte Durchblutung, bis hin zum kompletten Gefäßverschluß und den folgebedingten Erkrankungen, je nach Lokalisation des Gefäßprozesses.

Selbst wenn die Durchblutungsstörung der Beine (arterielle Verschlußkrankheit / Claudicatio intermittens) nur in den seltensten Fällen zum Tode führt, ist die Prognose eines daran Erkrankten nicht allzu günstig: denn so ist das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden 6 - fach erhöht.

 

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Die Arteriosklerose ist -um es einmal anders auszudrücken- ein Sammelbegriff für anfänglich nicht entzündliche Veränderungen der Arterien. Ablagerungen in der Wand der Blutgefäße führen durch bindegewebige (fibrinöse) Umbauvorgänge zur Verdickung, zur Verhärtung und zum Elastizitätsverlust der Gefäßwände.

Diese Gefäßprozesse verlaufen oft sehr langsam, über Jahre hinweg. Der Patient merkt anfangs nichts von diesen Veränderungen. Erst ab einer Einengung von 50 % des ursprünglichen Gefäßdurchmessers treten Beschwerden auf. Die Blutmenge, die das Gefäß durchfließt ist reduziert, es kommt zu Durchblutungsstörungen.

Entscheidend für das Auftreten eines fatalen Ereignisse (das am Herzen der Herzinfarkt, im Gehirn der Schlaganfall, in den peripheren Blutgefäße der Beine der akute Verschluß eines Blutgefäßes) ist die Ruptur der instabilen arteriosklerotischen Plaques: dies führt durch komplexe Vorgänge zur Anlagerung von Blutplättchen (Thrombozyten) mit der Folge eines "weißen Blutgerinnsels", das das Gefäß inkomplett oder auch komplett verschließt.

Metabolisches Syndrom - oder tödliches Quartett:

Das gemeinsame Auftreten:

  • eines Diabetes mellitus
  • einer Fettstoffwechselstörung
  • einer Hypertonie und
  • der Arteriosklerose

vergrößert (potenziert) das Risiko der Entstehung einer solchen Erkrankung um ein Vielfaches.

Inwiefern auch bakteriell ausgelöste Entzündungsprozesse eine Rolle spielen, läßt sich beim gegenwärtigen Forschungsstand noch nicht abschließend sagen.

 

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A. Wie schon erwähnt, ist der Angina pectoris-Anfall (Brust - Enge) das vorherrschende Symptom bei der Arteriosklerose der Coronar-Gefäße. Der Herzinfarkt drückt die schwerste Form der Veränderung der Manifestation der Arteriosklerose am Herzen aus.

B. Die Bezeichnung Schaufensterkrankheit ( = Claudicatio intermittens) stellt einen Schweregrad der Manifestation der Arteriosklerose an den Beingefäßen dar, die man allgemein als periphere arterielle Verschlußkrankheit bezeichnet.

C. Die akute cerebralen Durchblutungsstörung bzw. der Schlaganfall (Apoplex) die mögliche Folge der Erkrankung am Gefäßsystem des Gehirns.

Sie sehen also, wie eine gleichartige Grunderkrankung zu den verschiedenen Ausprägungen der Erkrankung   -je nach Lokalisation der erkrankten Gefäßabschnitte- führen kann.


Eine isolierte Erkrankung -nur der Coronargefäße des Herzens bzw. nur der Beingefäße- ist selten, zumeist ist das gesamte Gefäßsystem durch die Arteriosklerose verändert.


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Welche diagnostische Verfahren hat man heute zur Verfügung? Auch bei dieser Erkrankung können durch genaue Erhebung der Vorgeschichte und durch ergänzende Testverfahren in den meisten Fällen eine eindeutige Diagnose gestellt werden:

A. Laborchemische Untersuchungen (Blutzucker, Blutbildung, Gerinnungswerte, eventuell der Sauerstoffgehalt des Blutes..... und etwaige Risikofaktoren wie Blutfette, Harnsäure .... erweitern die Untersuchungen;
B. ebenso ermöglichen doppler-sonographische Untersuchungen der Strömungsverhältnisse in den gehirnversorgenden Arterien ggf. eine genaue Lokalisation von Gefäßverengungen.

C. Die Ultraschall-Doppler-Untersuchung der peripheren Gefäße -verbunden mit der Messung der Blutdrucke- lassen die Schwere der Erkrankung der peripheren arteriellen Verschlußkrankheit einschätzen.

D. Die röntgenologische Darstellung der Gefäße mittels Kontrastmittel liefert vor dem operativen Vorgehen weitere Detailinformationen, wird jedoch häufig schon ersetzt vom farbkodierten Ultraschall-Doppler-Verfahren.

E. Die genaue Lokalisierung und der direkte Nachweis eines Hirninfarktes gelingt durch ein Computertomogramm (CT) bzw. ein Kernspintomogramm (Magnetresonanztomogramm MRT).


Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es heute?

A. am Herzen:

  • durch Verabreichnung von Medikamenten, die den Koronarverschluß (Thrombus) wieder auflösen (Thrombolyse);
  • durch eine Ballon-Dilatation, d.h. eine Erweiterung der verengten Koronararterie mittels eines Katheters (auch als Percutane transluminale coronare Angioplastik =  PTCA) bezeichnet. Dadurch kann in vielen Fällen eine erforderliche Bypass-Operation vermieden werden.

Ausführlichere und detaillierte Informationen zu den speziellen Verfahrenstechniken am Herzen:

B. an den anderen Gefäßen:

Sollten konservative physikalische und medikamentöse Therapiemöglichkeiten versagen, wird man chirurgische Möglichkeiten diskutieren müssen: dabei kommen infrage:

  • perkutane transluminale Angioplastie (PTA): durch einen in das Gefäß eingebrachten Katheter wird der verengte Gefäßabschnitt aufgedehnt.
  • die schon seit Jahren durchgeführten Möglichkeiten des Gefäßersatzes (körpereigene Vene oder prothetischer Ersatz)
  • bei Versagen aller Möglichkeiten ist die Amputation der betreffenden Gliedmaßen oft die einzige Möglichkeit, Schmerzen zu lindern und weitere Komplikationen der Erkrankung (offene Beine, schwere Infektionen...) zu verhindern.

 

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Wie bleiben meine Arterien fit?

Oberstes Ziel, um Ihre Blutgefäße fit zu halten, ist es Risikofaktoren, die eine Arteriosklerose fördern, zu verhindern bzw. gering zu halten::

  • achten Sie auf Ihren Blutdruck (Normalbereich)
  • lassen Sie Ihren Blutdruck kontinuierlich überprüfen
  • ein optimal eingestellter Diabetes mellitus ist optimal
  • normale Harnsäurewerte
  • verzichten Sie auf Nikotin
  • normalisieren Sie Ihr Gewicht
  • trinken Sie genügend Flüssigkeit
  • ernähren Sie sich altersentsprechend (cholesterinarm)
  • versuchen Sie Ihre persönliche Risikofaktoren zu reduzieren! 
  • versuchen Sie eine gesunde Lebensführung
  • nehmen Sie die Möglichkeiten der Vorsorge-/Gesundheitsuntersuchungen wahr

Außerdem ist körperliche Aktivität ein wesentlicher Bestandteil, um eine Arteriosklerose zu verhindern bzw. ihr Fortschreiten aufzuhalten. Jede Art von Sport kann hier helfen. Spazierengehen oder Fahrradfahren sind besonders zu empfehlen, da dafür weder besonderes sportliches Können vorausgesetzt wird noch besondere Sportgeräte notwendig sind.

 

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Das allerwichtigste Ziel ist die Prävention!!!! 

Nutzen Sie die Ihnen angebotenen Vorsorge - Untersuchungen. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem Termin.

 

Ein Patienten - Service von ratiopharm                                                   Ihr

 

 

 

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Stand: 15. Mai 1999