| Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit | |
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| Allergische
Hauterkrankungen - Wenn
man sich in seiner Haut nicht mehr wohl fühlt!
Allergien sind für immer mehr Menschen ein Thema. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Patienten, die unter allergischen Hauterkrankungen leiden stark angestiegen. Davon betroffen sind alle Altersstufen von Kleinkindern bis zu Erwachsenen. Allergien treten jedoch am häufigsten im Kindes-, Jugend- und frühen Erwachsenenalter auf. Die Wahrscheinlichkeit eine Allergie zu entwickeln sinkt mit steigendem Lebensalter. Allergien sind Erkrankungen bei denen es zu einer überschießenden Abwehrreaktion unseres Immunsystems gegen harmlose, körperfremde Substanzen kommt. Diese harmlosen Stoffe bezeichnet der Mediziner als Allergene, da sie Auslöser der Allergie sind. Die Vielfalt der Allergenarten ist unendlich groß, man kann gegen fast alles allergisch sein. Am häufigsten treten Allergien gegen Bestandteile von Nahrungsmittel (Nüsse, Tomaten, Gewürze, Milcheiweiß u.v.a.), Metalle (Nickel und Chrom), Sonnenlicht und Kunststoffe auf. Die Frage warum ein Organismus auf bestimmte Stoffe mit einer überschießenden Reaktion des Abwehrsystems reagiert, konnte bis heute noch nicht eindeutig beantwortet werden. Es gilt lediglich als gesichert, daß mehrere Faktoren eine Rolle spielen und in Kombination auftreten müssen, damit eine Allergie ausbricht. Einige dieser Faktoren kennt man mittlerweile. So spielt beispielsweise die erbliche Anlage eine sehr große Rolle, wenn man bedenkt daß bei 2/3 aller Allergiker Allergien in der Familie vorkommen. Hinzu kommen noch Umweltbedingungen wie Schadstoffbelastung oder Klima, der Hauttyp und ganz wichtig die Psyche. Je nachdem wie der Mensch mit Streß und Belastung umgeht kann es zum Auftreten bzw. zur Verschlimmerung der Erkrankung kommen. . |
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Eine
Allergie bedeutet daß unser Immunsystem = Abwehrsystem "verrückt spielt".
Dieses Abwehrsystem hat die Aufgabe unseren Körper vor "fremden" d.h.
möglicherweise krankheitsverursachenden Stoffen zu schützen. Diesen sind wir durch
Nahrung, Atemluft u.a. auf vielfältige Art und Weise täglich ausgesetzt. Allergische Hauterkrankungen stellt einen Sammelbegriff für verschiedene Krankheitsbilder dar, bei denen sich die allergiebedingten Reaktionen an der Haut manifestieren. Dazu zählt man die Neurodermitis, das allergische Kontaktekzem und die Nahrungsmittelallergien. Neurodermitis beginnt meist im Säuglings- oder Kleinkindesalter. Von 100 Kindern leiden ca. 5 an dieser Erkrankung. Mit zunehmendem Lebensalter tritt meist eine Besserung der Symptome auf, jedoch kann es jederzeit wieder zum Auftreten der Erkrankung kommen. Dies ist ganz besonders dann der Fall, wenn der Organismus besonderem Streß, egal ob körperlichem oder psychischem, ausgesetzt ist, des weiteren bei Infekten oder aber auch in der kalten Jahreszeit. Die mit der Erkrankung einhergehenden Symptome wie starker Juckreiz, Rötung und schuppende Hautausschläge, werden von den meisten Patienten nicht nur als eine körperliche Erkrankung empfunden, sondern auch als kosmetisches Problem, wodurch ihre Attraktivität und damit auch ihr Selbstbewußtsein leidet. Die Lokalisation der betroffenen Hautareale unterscheidet sich je nach Alter des Patienten. Bei Säuglingen ist meist die gesamte Hautoberfläche betroffen, wobei der Windelbereich meist ausgespart bleibt. Im Kindesalter sind die Hautveränderungen an den Streckseiten von Armen und Beinen lokalisiert. Typisch für das Erwachsenenalter ist der Befall von Händen, Ellenbeugen, Kniekehlen, Füßen und dem Hals. Die Kontaktallergie ist eine lokale, umschriebene Hautreizung mit Rötung, Juckreiz, Entzündung und Bläßchenbildung. Ausgelöst wird sie durch den Kontakt mit bestimmten Allergenen an der Haut. Diese Allergene können Waschmittel, Metallknöpfe, Toilettensitze, Reinigungsmittel, einfach alle möglichen Stoffe sein mit denen der Patient Kontakt hatte. Die Lokalisation am Körper gibt erste Hinweise auf das Allergen, aber nicht selten ist detektivischer Spürsinn in Kombination mit Allergietests notwendig, um den auslösenden Stoff zu identifizieren. Betroffen sind meist Jugendliche oder Erwachsene. Das Patientenspektrum reicht von der Hausfrau mit Unverträglichkeit gegen bestimmte Putz- und Reinigungsmittel, über den Arbeiter der Umgang mit Metallen hat und darauf allergisch reagiert, bis hin zum Jugendlichen mit Nickelallergie, bei dem Hautreaktionen auf die Hosenknöpfe an Jeans oder Modeschmuck resultieren. Kommt es zum Auftreten einer Nahrungsmittelallergie, entweder durch Verzehr oder durch den bloßen Kontakt mit den jeweiligen Stoffen wie z.B. beim Pflücken von Erdbeeren oder Tomaten, treten Hautveränderungen meist an den Händen oder im Gesicht- Halsbereich auf. Auslöser können einerseits natürlich vorkommende Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, bestimmte Eiweiße, Gewürze etc. sein, andererseits aber auch chemische Zusatzstoffe in unserer Nahrung wie Farbstoffe, Emulgatoren und Konservierungsmittel. Die Suche nach dem auslösenden Stoff gestaltet sich häufig äußerst schwierig und ist nur durch gezielte Beobachtung möglich. Häufig ähnelt sie der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
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Allergien sind Erkrankungen, bei denen die Beschwerden bei jedem Kontakt mit dem Allergen aufs neue auftreten. Schwere und Ausmaß der Symptome können dabei erheblich variieren. Es kommt zu einer meist lokalen Rötung und Schwellung der Haut mit brennendem Juckreiz. In Einzelfällen kann es zur Blasenbildung kommen. Häufiger findet sich jedoch eine eher trockene, schuppende Haut mit grobem Hautrelief. Neben diesen lokalen Symptomen können in Einzelfällen auch Allgemeinsymptome auftreten. Diese reichen von Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein bis hin zum anaphylaktischen Schock. Diese Maximalausprägung einer allergischen Reaktion stellt einen lebensbedrohlichen Zustand dar, bei dem es zu plötzlichem Blutdruckabfall, Herzrasen, Atemnot und Quaddelbildung mit starkem Juckreiz am gesamten Körper kommt. Dieser Zustand erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Der anaphylaktische Schock ist zwar nicht gerade häufig, dennoch sollte jeder Allergiker darüber informiert sein und bei den entsprechenden "Frühsymptomen" wie plötzliches Kribbelgefühl in den Händen und Füßen, zunehmende Atemprobleme sowie beginnende Quaddelbildung umgehend einen Arzt aufsuchen.
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Die Diagnose allergische Hautreaktion kann aufgrund der "typischen" Symptome die auftreten und der Beschwerden, welche die Patienten ihrem Arzt schildern häufig direkt gestellt werden. Da die Ausprägung einer Kontaktallergie aber ein buntes Bild an Hautveränderungen hervorrufen kann, muß eine genaue Differenzierung zu anderen Hauterkrankungen erfolgen. Nach Diagnosestellung muß geklärt werden auf welches Allergen der Patient reagiert. Um dies herauszufinden werden verschiedene Allergietests angewendet. Der Arzt bringt hierbei verschiedene Testsubstanzen mit genau definierten bekannten Inhaltsstoffen auf die Haut des Patienten auf. Die Konzentration der jeweiligen Inhaltsstoffe liegt dabei unterhalb des gefährlichen Bereiches. Trotzdem kommt es bei den für die allergische Reaktion verantwortlichen Stoffen zu einer Hautveränderung, anhand derer der Arzt erkennen kann ob bzw. gegen welchen Stoff eine Allergie vorliegt. Wie kann man dies behandeln? Bei den Allergien gibt es keine kausale, d.h. die Ursachen bekämpfende Therapie. Ziel der von Ihrem Arzt eingeleiteten Behandlung wird die Linderung Ihrer Beschwerden sein. Dafür stehen verschiedene Medikamente mit unterschiedlichem Wirkungsspektrum zur Verfügung. Es gibt einerseits Präparate, die zu einer Hemmung der Erregbarkeit des Abwehrsystems führen, andererseits stehen Mittel zur Verfügung, welche die lokalen Reaktionen an Haut und Schleimhäuten reduzieren. Die große Gefahr einer zu starken Blockierung des Abwehrsystems liegt in einer erhöhten Infektionsanfälligkeit. Neben diesen Möglichkeiten der konventionellen Medizin wurden in der vergangenen Zeit auch häufig alternative Therapiekonzepte in Erwägung gezogen. Als Beispiel sei hier nur die Möglichkeit der Akupunktur erwähnt. Des weiteren kann man durch eine Hyposensibilisierung versuchen die überschießende Abwehrreaktion abzuschwächen. Diese Therapie kann nur dann angewendet werden, wenn kein Kontakt zu den Allergenen besteht, also nicht im akuten Stadium. Dabei injiziert der Arzt dem Patienten die allergisierende Substanz in ansteigender Dosierung unter die Haut. Damit wird versucht die überschießende Abwehrreaktion des Körpers bei Allergenkontakt "abzutrainieren". Da diese Therapieform langwierig ist, erfordert sie auch vom Patienten eine entsprechende Bereitschaft zur Mitarbeit. Nur eine konsequent durchgeführte Hyposensibilisierung hat eine Chance auf Erfolg.
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| Beim Vorliegen einer
Allergie ist darauf zu achten, daß die Stoffe, die eine allergische Reaktion auslösen
können strikt gemieden werden. Darüber hinaus ist es wichtig, alle zusätzlichen, die Haut schädigenden Einflüsse zu reduzieren. Allergien sollten nicht nur mit Medikamenten behandelt werden. Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, kann das Wiederauftreten der juckenden Hauterscheinungen gehemmt bzw. gelindert werden wenn man sein Schicksal selbst in die Hand nimmt. Der erste Schritt dabei ist eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, Meidung der auslösenden Allergene, genügend Schlaf und Erholung. Eine ganz besonders wichtige Rolle kommt aber dem psychischen Gleichgewicht und der Bewältigung von Streß zu. Oft verstecken sich Probleme des Alltags, die uns primär gar nicht bewußt sind hinter körperlichen Beschwerden. Die Haut, von vielen auch als "Spiegel der Seele" bezeichnet, muß jeden Tag mit vielen schädlichen Einflüssen fertig werden. Sie ist nicht nur eine Barriere für körperfremde Stoffe, sondern repräsentiert in bestimmtem Maße auch die Psyche. So wie man jemandem ansieht, daß er sich fit und gut fühlt, kann man auch Mattigkeit und Unwohlsein erkennen. Oft genug gehen auch Emotionen und Belastungen "unter die Haut". Wie man mit Streß und Problemen umgeht, ohne daß sie einem schaden, kann jeder lernen. Hierzu werden von vielen Instituten Seminare und Kurse angeboten, bei denen auf dieses Problem eingegangen wird und dem Patienten Lösungsvorschläge an die Hand gegeben werden. Sprechen Sie mit ihrem Arzt darüber, er kann Ihnen weitere Auskunft geben.
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| Finden Sie sich nicht mit ihrer Allergie ab, sondern
probieren Sie die Signale ihres Körpers zu verstehen, darauf zu reagieren und ihn zu
unterstützen.
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