Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben
AZU-MAGENSPIEGELUNG.jpg (6295 Byte)  Vorbereitung zur Untersuchung

für

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Ihr Arzt hat mit Ihnen über die Notwendigkeit einer Magenspiegelung (Gastroskopie) gesprochen; ein Untersuchtersuchungstermin wurde für Sie auch schon festgelegt.

Sie wissen, daß eine Spiegelung des oberen Verdauungstraktes es möglich macht, die Oberfläche der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms zu beurteilen; mit Hilfe der Spiegelung können krankhafte Veränderungen an der Schleimhaut der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms frühzeitig erkannt werden.

Der große Vorteil der Spiegelung liegt in der Möglichkeit einer gezielten und schmerzfreien Entnahme von Gewebeproben und damit genauen Aussage über Ihren Magen. Außerdem ist es durch die Gastroskopie möglich, genau festzustellen, ob eine bakterielle Infektion des Magens vorliegt (der Begriff "HELIOBACTER" ist Ihnen sicher erklärt worden).

 

AM VORTAG DER UNTERSUCHUNG
Am Vortag der Untersuchung können Sie essen und trinken wie gewohnt; etliche Patienten haben eine verzögerte Verdauung, so daß gegebenenfalls am Untersuchungstag noch unverdaute Speisereste im Magen vorhanden sind, die den Untersuchungsgang stören.

Zur Sicherheit, daß dies nicht auftritt, sollten Sie am Vorabend der Untersuchung nach 20.00 Uhr keine festen Speisen mehr zu sich nehmen; trinken können Sie jedoch noch bis zum Zubettgehen.

AM TAG D E R UNTERSUCHUNG
Um den Magen bei der Untersuchung genau beurteilen zu können, muß dieser -wie schon gesagt- frei von Speiseresten sein.
Sie sollten deshalb am Tag der Untersuchung nüchtern sein, d.h. vor der Untersuchung keine Getränke und Speisen zu sich nehmen; auch die sonst gegebenenfalls übliche Tabletteneinnahme sollten Sie auf die Zeit nach der Magenspiegelung ausnahmsweise verlegen.

VORBEREITUNG ZUR EIGENTLICHEN UNTERSUCHUNG
Falls Sie Zahnprothesen tragen, entfernen Sie diese vor der eigentlichen Untersuchung und lassen Sie sie in der Umkleidekabine zurück.
Sollten Ihnen Allergien auf Medikamente bekannt sein oder Sie Diabetiker sein, der eventuell schon Insulin injiziert hat, teilen Sie diese und ggf. andere Besonderheiten dem untersuchenden Arzt vor der weiteren Vorbereitung mit.

Sie werden dann im Untersuchungsraum eventuell eine Flüssigkeit erhalten, die beim Untersuchungsgang ein "Schäumen" der Magenflüssigkeit verringert;
eventuell erhalten Sie auch ein Spray, das zu einer leichten Betäubung des Rachens führt; durch die Verringerung der Rachenempfindlichkeit  kann das Gerät -vor allem bei jüngeren Patienten- zu einer weiteren Erleichterung beitragen. 
Injektionen eines Beruhigungsmittels, das Sie etwas entspannter macht bzw. Ihren Magen beruhigt, werden mit Ihnen ggf. abgesprochen.

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Eines sollten Sie sich immer vergegenwärtigen: die gesamte Untersuchung dauert im Normalfall nur wenige Minuten und sie tut nicht weh!!!

Die endoskopische Untersuchung des oberen Verdauungstraktes beginnt, wenn Sie entspannt auf der linken Seite liegen. Der Arzt führt die Sonde über einen sog. "Beißschutz" (einen kleinen Kunststoffring), ein, damit er die Gastroskopiesonde besser einführen und das Instrument besser bewegen kann und Sie das empfindliche Instrument nicht aus Versehen beschädigen.

Nachdem der Arzt das Endoskop in den unteren Rachen eingeführt hat, wird er Sie bitten, zu Schlucken; das Instrument gleitet -fast von selbst- in die Speiseröhre.

Die Untersuchung kann nur durchgeführt werden, wenn der Magen entfaltet" ist. Aus diesem Grund wird der Arzt Luft in Ihren Magen durch die schon eingeführte Sonde einfüllen. Daß dabei natürlich "überflüssige" Luft wieder auf dem umgekehrten Weg durch die Speiseröhre entweicht, Sie also ggf. etwas "rülpsen", ist völlig normal.

Der Arzt schiebt das Instrument zunächst bis in den Zwölffingerdarm vor. Beim Zurückziehen kann er dann alle Wandteile im Verdauungstrakt genau betrachten. Zumeist wird er auch durch das Endoskop völlig schmerzlos Gewebsproben entnehmen; die Untersuchung der Gewebeproben erfolgt durch einen Pathologen, dem die Proben unmittelbar nach der Untersuchung zur weiteren Diagnostik zugesandt werden.

Falls die Rachenschleimhaut mit einem Spray betäubt wurde, sollten Sie eine Stunde nach der Untersuchung nichts essen und trinken.
Falls Sie ein Medikament zur Beruhigung erhalten haben, beachten Sie bitte, daß die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist.

Gibt es Komplikationen?
Komplikationen der endoskopischen Untersuchung des oberen Verdauungstraktes sind sehr selten. Mit ernsten Zwischenfällen ist nur bei einer von zehntausend Untersuchungen zu rechnen. Verletzungen der Organe durch das Instrument stellen heute eine Rarität dar, selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen auf die Beruhigungsspritze bzw. die Rachenbetäubung.
Ihr Arzt wird Ihnen gegebenenfalls weitere Fragen beantworten.

Ein Ziel meiner Information sollte sein, Ihnen ggf. die Angst vor der "Magenspiegelung" zu nehmen und Sie für diese Untersuchung bestmöglichst vorzubereiten.

 

Ein Patienten - Service von ratiopharm                                                   Ihr

 

 

 

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Stand: 17. April 1999