| Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit | |
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Magen- und Zwölffingerdarm-GeschwüreVöllegefühl und Magendrücken,
Sodbrennen und saures Aufstoßen sind am häufigsten, teilweise treten aber auch
regelrechte Schmerzen und Krämpfe auf. Die Ursachen können vielfältig sein. Seelische
Probleme, Streß und Hektik oder Ängste sind häufige Auslöser.
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| Aufbau und Funktion des Magens Über Mund und Speiseröhre gelangt die Nahrung in den Magen, der sich direkt unterhalb des Zwerchfells im Oberbauch befindet in unmittelbarer Nachbarschaft zu Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz und Teilen des Dickdarms. Das Mageninnere ist von einer Schleimhaut ausgekleidet, die den für die weitere Verdauung erforderlichen Magensaft produziert. Nur bei einer richtigen Zusammensetzung dieses Saftes kann eine problemlose Verdauung erfolgen und eine zu starke Andauung der Magenwand vermieden werden. Der Saft setzt sich u.a. zusammen aus Schleim zum Schutz der Schleimhaut, Pepsin zur Verdauung von Eiweiß und Salzsäure zur Zersetzung der Nahrung. Bislang ging man davon aus, daß durch die gebildete Salzsäure alle im Magen befindlichen Keime abgetötet würden. Diese These war mit Nachweis des Helicobacter pylori widerlegt. Doch dazu später mehr. Bis zu 3 Liter Magensaft werden täglich produziert und
zusammen mit dem Speisebrei weiter durch den Verdauungstrakt transportiert. Durch Zufuhr
weiterer Verdauungssäfte wird die Nahrung in vielen Schritten zerlegt bis in ihre
Grundbausteine Zucker, Eiweiß und Fett, die ihrerseits in das Blut aufgenommen und zur
weiteren Nutzung in alle Körperregionen befördert und in den Organstoffwechsel
eingeschleust werden. Lediglich die für den Stoffwechsel nicht verwertbaren
Nahrungsbestandteile werden mit dem Stuhlgang ausgeschieden.
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MAGENBESCHWERDENTreten Symptome wie Drücken in der Magengegend
oder sogar Schmerzen im Oberbauch auf, die vielleicht sogar bis in den
Rücken ziehen, die vielleicht von Übelkeit und Appetitlosigkeit
begleitet sind, so muß man einen Arzt zur weiteren Abklärung aufsuchen. Bei Erbrechen
von kaffeesatzähnlichem Mageninhalt besteht - neben blutenden Erkrankungen der
Speiseröhre - der dringende Verdacht auf eine blutende Magenschleimhautentzündung oder
ein blutendes Geschwür. Das Blut ist durch die Salzsäure zersetzt und erscheint deshalb
dann schwarz. Auch schwarzer Stuhlgang ist ein entsprechendes Warnsignal, das sofort zum
Arzt führen sollte.
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MAGENSCHLEIMHAUTENTZÜNDUNGVon einer Magenschleimhautentzündung spricht man, wenn nur die obersten Schleimhautanteile entzündlich verändert, die unteren Wandschichten aber intakt sind. Man muß eine akute und eine chronische Form unterscheiden. Die akute Gastritis ist meist Folge einer Reizung durch Schadstoffe ( Alkohol, Nikotin, Kaffee, Medikamente , verdorbene Nahrungsmittel etc.). Bei leichteren Beschwerden kann es ausreichen, den Magen einige Stunden zu schonen und nur Tee und Zwieback zu sich zu nehmen. Die chronische Gastritis tritt mehr bei älteren Menschen jenseits des 50. Lebensjahres auf. Bei Nachlassen der Säureproduktion sind hier die Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, Alkoholmißbrauch sowie der Rückfluß von Darminhalt oder Gallensaft in den Magen die Hauptursachen. Lange kann der Betroffenen ohne typische Beschwerden bleiben und sein Leiden sogar verschleppen. Nicht selten führt ihn erst ein Magengeschwür zum Arzt. MAGEN- UND ZWÖLFFINGERDARM-GESCHWÜREAnders als bei der Gastritis sind auch tiefere
Wandschichten geschädigt; das Geschwür kann je nach Ausmaß wie ein Krater in
die Schleimhaut eingefressen sein und sie in schlimmen Fällen (ohne Behandlung ) bis zum
Durchbruch zerstören. Blutungen sind nicht selten. Je nach Lokalisation unterscheidet man
ein Magengeschwür ( Ulcus ventriculi) von einem direkt am Magenausgang, dem Pylorus ,
oder dem angrenzenden Zwölffingerdarm gelegenen Ulcus duodeni. Immer liegt ein gestörtes
Gleichgewicht zwischen aggressiven Faktoren und dem Schutzmechanismus der Schleimhaut vor.
Auch Eine vermehrte Salzsäureproduktion zeigt sich mehr beim Duodenalulcus. Schädigende
Einflüsse schlagen sich mehr in Magengeschwüren nieder. Magengeschwüre neigen zu
bösartiger Entartung oder können von vornherein in diesem Rahmen entstehen. Deshalb ist
die feingewebliche Abklärung so wichtig.
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DIAGNOSTIK BEI MAGENBESCHWERDEN UND GESCHWÜRSLEIDENIn jedem Falle muß bei fortbestehenden Magenbeschwerden eine Abklärung erfolgen. Um die Magenschleimhaut genau beurteilen zu können und auch Gewebeproben zur Beurteilung unter dem Mikroskop gewinnen zu können, ist eine Magenspiegelung (Gastroskopie) erforderlich und dringend ratsam. Mit Hilfe des gewonnenen Untersuchungsmaterials kann auch der beschriebene Magenkeim Helicobacter pylori eindeutig nachgewiesen werden. Bei dieser sog. endoskopischen Untersuchung wird nach Betäubung des Rachenringes durch die Speiseröhre ein dünner Schlauch in den Magen vorgeschoben. Er enthält eine Optik mit einer Lichtquelle und einen Kanal, durch den man mit einer kleinen Biopsiezange Gewebeproben entnehmen kann, aber z.B. auch Fremdkörper oder gutartige Wucherungen entfernen könnte. Entzündungen und Geschwüre (auch bösartige) sind schon während der Untersuchung genau beurteilbar, Blutungen können gesichtet und u.U. sofort gestillt werden. Die besondere Bedeutung der Magenspiegelung und ihr Vorteil im Vergleich etwa zu Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel liegt im Frühnachweis von Krebsgeschwüren. Bei der Röntgenuntersuchung werden fragliche Bezirke zwar auch sehr deutlich, für eine Gewebeprobe muß jedoch noch eine Magenspiegelung angeschlossen werden. Heute bleibt die Röntgenuntersuchung den Fällen vorbehalten, bei denen ein Magenspieglung abgelehnt wird oder aus persönlichen Gründen nicht möglich ist. THERAPIEWichtig ist zum einen eine Umstellung der
Ernährung auf 4-6 kleine Mahlzeiten, das Meiden von Schadstoffen wie Alkohol,
Nikotin, Koffein usw., Verzicht auf scharfe und stark gebratene Speisen, Umstellung von
Medikamenten etc. Das Wichtigste bleibt die Wahrnehmung von ersten Beschwerdezeichen und die konsequente Therapie bei Diagnose eines krankhaften Befundes bei der ärztlichen Untersuchung.
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Zusätzlich
zu den Medikamenten, die Sie von Ihrem Arzt erhalten werden, wäre es ratsam, einige
weitere Veränderungen Ihrer Lebensumstände in die Wege zu leisten:
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| Versuchen Sie doch einmal, den sicherlich vor der GESUNDEN LEBENSWEISE vielleicht ein wenig mehr in die Tat umzusetzen. Versuchen Sie Ihre Ernährung sinnvoll zu gestalten: regelmäßige, aber kleinere und vor allem leichtere Mahlzeiten, vielleicht etwas mehr vitaminreiche Kost wie Obst und Salate und ein wenig mehr an körperlicher Bewegung, werden Sie einen großen Schritt auf dem Weg dahin bringen. | |
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