| Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit | |
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| Gicht (medizinisch - Hyperurikämie) ist
eine ernährungsbedingte Erkrankung, die oft anlagebedingt ist und meistens
Männer im mittleren Lebensalter betrifft. Durch eine erhöhte Konzentration von
Harnsäure im Blut kommt es zu einer Ablagerung von Harnsäurekristallen in bestimmten
Gelenken. Meist sind die Gelenke der Großzehen sowie Knöchel, Knie, aber auch die
Handgelenke und die Ellenbogengelenke betroffen; außer an den Gelenken können die
Harnsäurekristalle auch in den Sehnen, Schleimbeutel der Gelenke und z.B. in den Nieren
abgelagert werden damit zu schweren Nierenschäden (Harnsteine) kommen. Harnsäure entsteht im Körper beim Abbau von Purinen. Purine sind in Fleisch, besonders in Innereien, und in Hülsenfrüchten enthalten. Bei einem Harnsäurewert im Blut von über 7mg/dl spricht man von erhöhten Werten. Der Harnsäurespiegel ist medikamentös beeinflußbar, kann aber meistens schon durch entsprechende Ernährung wieder normalisiert werden.
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| Ursache der Gichterscheinungen ist -wie schon gesagt- die Ablagerung
von Uraten (Gichtkristallen) auf Grund einer erhöhten Harnsäurekonzentration in den
Körperflüssigkeiten (= extrazellulären Flüssigkeiten = Flüssigkeit außerhalb der
Körperzellen). Ursache für die erhöhte Konzentrationen von Harnsäure kann entweder eine verminderte Ausscheidungsfähigkeit, eine vermehrte Harnsäurebildung oder eine vermehrte Zufuhr von Harnsäurevorstufen (Nahrungspurinen) sein. Die häufigste Ursachen sind:
Ursache des akuten Gichtanfalles ist die Bildung von phagozytierbaren Mikrokristallen; die uratbelastenen Mikrokristalle zerfallen und setzen entzündungserregende Kinine frei, die die akute Schmerzsymptomatik und die Schwellung auslösen. Zu erwähnen ist insbesonders, daß fast jeder 2. Gichtkranke an Harnsäurensteinen leidet, er also Nieren- und Blasensteine mit den entsprechenden Folgen "erleiden" kann die meist vor dem Auftreten von Gelenksymptomen schon ihren Anfang nehmen. Außerdem kann eine Gichtniere oder eine chronische Pyelonephritis auftreten, die schließlich nach langem Verlauf zur Niereninsuffizienz führen können.
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| Beim akuten
Gichtanfall, der oft nachts auftritt und fast ausschließlich Männer trifft,
kommt es zu einer Entzündung mit starken Schmerzen, Schwellung, Rötung und Erwärmung
der betroffenen Gelenke. Manchmal kommt auch Fieber hinzu. Unbehandelt wiederholen sich die Anfälle meist unter Zunahme der Schmerzen und der Dauer der Anfälle sowie der Anzahl der betroffenene Gelenke. Die Harnsäurekristalle im Gewebe werden immer größer und vom Gewebe eingekapselt. Dadurch kommt es zur Bildung der typischen Gichtknoten und im weiteren Verlauf zur Verformung der Gelenke. Bei der chronischen Gicht entwickeln sich durch die kontinuierliche Ablagerung der Gichttophi in und um die Gelenke und Sehnen chronische Gelenksymptome mit akuten Anfällen, wenn sich mit der Zeit chronische Gelenkveränderungen herausgebildet haben.
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| Das Bild einer
akuten Gichtarthritis (wie man den akuten Gichtanfall auch bezeichnen kann) läßt
-zusammen mit der Anamnese und dem Untersuchungsbefund- die Diagnose "akuter
Gichtanfall" zumeist stellen; eine Blutuntersuchung, bei dem ein erhöhter
Harnsäurewert (mehr als 7 mg/dl) gefunden wird, unterstützt die Diagnose ist jedoch
nicht spezifisch. Die Röntgenuntersuchung der entsprechenden Gelenke (ausgestanzte Knochendefekte) kann bei Nichtansprechen auf eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Therapie zusätzliche Erkenntnisse liefern. Wann Sie zum Arzt sollten:
Was Ihr Arzt tun kann:
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Wichtig ist die Vorbeugung, da eine Gichterkrankung um so
schwerer verläuft, je eher die klinischen Symptome auftreten; also dringend:
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