Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit
AZU-Entzuendungen-Lunge.jpg (16320 Byte)

für

AZU-FE17.jpg (2276 Byte)

Akute und chronische Bronchitis

Die Bronchitis zählt man zu den Erkrankungen der unteren Luftwege d.h. der Anteile des Atemtraktes unterhalb des Kehlkopfes. Es handelt sich um eine Entzündung der Bronchien. Je nach Verlauf dieser Erkrankung unterscheidet man eine chronische und eine akute Form.

Die häufigere Form ist die akute Bronchitis, die im Rahmen einer Erkältung auftritt. Dabei gelangen Erreger mit der eingeatmeten Luft in das Bronchialsystem und führen dort zu einer Entzündung. Diese Erreger können Viren, Pilze, Bakterien oder aber auch Reizstoffe wie Gase oder Staub sein. Diese Fremdstoffe reizen das Bronchialsystem und es kommt als Abwehrreaktion des Körpers auf diese Erreger zur Bildung von zähem Schleim.

Von chronischer Bronchitis spricht man dann, wenn ein Patient in zwei aufeinanderfolgenden Jahren 3 Monate lang Husten und Auswurf hat. Diesen Husten bezeichnet man auch als produktiven Husten, da bei jedem Hustenstoß Schleim abgehustet wird.
Ursache einer chronischen Bronchitis sind meistens schädliche Stoffe wie Nikotin, Luftverschmutzung, feuchtkaltes Klima oder chronische Nebenhöhleninfektionen, die sich in das Bronchialsystem ausbreiten.

 

AZU-FE18.jpg (2128 Byte)

Die akute infektiöse Bronchitis ist in den Wintermonaten häufig Teil einer akuten Entzündung des oberen Respirationstraktes, besonders nach Schnupfen, oder einer anderen Erkrankung des Nasenrachen-Raumes. Die chronische Bronchitis tritt häufig im Rahmen einer chronischen Nasennebenhöhlen-Entzündung oder findet sich bei immer wieder auftretenden Entzündungen der Mandeln (Tonsillen).

Folge der Infektion ist die Entzündung und Schwellung der Schleimhäute, die das Bronchialsystem auskleiden. Die Schutzfunktion des Zilienepithels der Bronchien und der abwehrenden Zellen ist gestört; so können Bakterien in die normalerweise keimfreien Bronchien gelangen, was zur Anhäufung von "Zellschutt" und Exsudat führt.

Der Husten, der die "irreguläre" Schleimabsonderung nach außen befördert, ist -obwohl er für den Patienten läßtig erscheint- für den Heilungsprozeß notwendig.

 

AZU-FE14.jpg (4127 Byte)

Akute Bronchitis - für viele ein unliebsamer Begleiter im Winter

Wer kennt das nicht im Herbst und Winter naßkaltes Wetter und schwankende Temperaturen. Erkältungskrankheiten haben Hochsaison.

Meistens sind es Viren, die wir mit unserer Atemluft einatmen und die eine Entzündung der oberen Luftwege hervorrufen. Dies ist allgemein bekannt als Erkältung. Typische Symptome dabei sind Schnupfen, Halsschmerzen, und Husten. Hervorgerufen werden diese Beschwerden durch die Entzündung von Nase, Rachen und Bronchien. Bedingt durch die Entzündung schwellen die Schleimhäute an, was zu einer Behinderung der Atmung führt.

Häufig kommt es bei einer "normalen" Erkältungen die durch eine Virusinfektion verursacht wurde zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien. Der Körper produziert als Abwehrreaktion auf die eingedrungenen Erreger verstärkt Schleim und Sekret. Dieses vermehrte Sekret ruft im Bronchialsystem einen Hustenreiz hervor und wird so durch das Abhusten aus dem Bronchialsystem abtransportiert. Das abgehustete Sekret hat zunächst eine weiße bis gelbliche Farbe, nach Bakterieninfektion aber erscheint es grünlich. Im Rahmen dieser Bronchitis kommt es auch zu Allgemeinbeschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf und Gliederschmerzen. Bedingt durch den Husten treten es oft auch Schmerzen im Thorax auf.

Die chronische Bronchitis ist eine Erkrankung, die nach entsprechender Therapie nicht zur Ausheilung kommt, sondern immer wieder auftritt und auch zur Schädigung der Lunge führen kann. Durch die permanente Reizung der Schleimhaut des Bronchialsystems durch schädliche Substanzen wie Nikotin oder Stäube kommt es zu einer Entzündungsreaktion.

90 % aller Patienten mit chronischer Bronchitis sind Raucher oder ehemalige Raucher. Bei Rauchern über 40 Jahren entwickelt jeder zweite eine chronische Bronchitis.

Die Erkrankung beginnt mit der Schädigung der Schleimhaut, die das Innere des Bronchialsystems auskleidet: durch die dauernde Reizung kommt es zur Entzündung und damit verbundenen zu einer gesteigerten Schleimproduktion. Da auch die Flimmerhärchen, die bei einem Gesunden normalerweise den Schleim aus dem Bronchialsystem transportieren geschädigt sind, muß dieser abgehustet werden. Im Laufe der Zeit kommt es zum Abbau der Schleimhaut im Bronchialsystem und zur Einengung der Bronchien mit Behinderung der Atmung.

Die Patienten leiden unter Husten mit Auswurf besonders morgens nach dem Aufstehen. Im Herbst und Winter verschlimmern sich diese Beschwerden oft ganz dramatisch, da es zusätzlich noch zu einer Erkältung kommen kann. Bei körperlicher Anstrengung haben die Patienten Luftnot und Atembeschwerden. Die Lungenfunktion wird immer schlechter was dazu führt daß die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt.

Sowohl eine chronische als auch eine akute Entzündung der Bronchien kann schließlich übergehen zu einer Entzündung des angrenzenden Lungengewebes, zu einer Lungenentzündung (medizinisch Pneumonie genannt).

 

AZU-FE22.jpg (8654 Byte)
Die Diagnose kann in der Regel durch die körperliche Untersuchung (Anamnese, Abhören der Lunge...) gestellt werden. Wenn eine Erkrankung über einen längeren Zeitraum andauert oder zum Ausschluß einer anderen Erkrankung erforderlich wird, sollte eine Röntgenaufnahme der Thoraxorgane erfolgen.

In den in der letzten Zeit immer häufiger anzutreffenden Fällen, bei denen eine Antibiotikatherapie nicht oder nicht hinreichend ansprechen, sollte eine Testung auf Art der bakteriellen Erkrankung und die die Wirksamkeit der verschiedener Antibiotika durchgeführt werden (Sputumuntersuchung).

Unter der Therapie mit sekret- und schleimlösenden Substanzen, fiebersenkenden Maßnahmen und bei bakterieller Infektion Antibiotikagabe kommt es in der Regel nach 10 - 14 Tagen zur kompletten Ausheilung. Es ist aber unbedingt darauf zu achten, daß das Antibiotikum nicht nur bis zum Verschwinden der subjektiven Beschwerden eingenommen wird, denn selbst wenn man sich eigentlich wieder gesund fühlt sind noch Bakterien im Körper vorhanden. Diese können nach einiger Zeit wieder Erkrankungen auslösen. Problematisch wird es dann, wenn diese Bakterien sich so verändert haben, daß sie nicht mehr oder nur noch auf wenige Antibiotika ansprechen. Halten Sie also in Ihrem eigenen Interesse die Dosierung und Therapiedauer, die Ihr Arzt verordnet hat ein.

 

AZU-FE15.jpg (3380 Byte)

Chronische Bronchitis - was kann man tun? Oberstes Ziel ist es die Einfluß schädigender Substanzen zu verhindern und die Lungenfunktion zu verbessern. Neben der medikamentösen Therapie durch Ihren Arzt können Sie auch Einfluß auf den Verlauf der Krankheit nehmen und zwar durch:

  • Nikotinverzicht
  • Vermeidung von Staub- oder Gasexposition
  • viel frische Luft
  • Inhalationstherapie
  • Atemübungen, um die Lungenfunktion zu stärken.

Akute Bronchitis - nein Danke!

Die wichtigste Maßnahme sich vor einer akuten Bronchitis zu schützen, ist sein Immunsystem zu stärken. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitaminen, viel frische Luft und ausreichend körperliche Bewegung. Vermeiden sollte man zu trockene Luft in überheizten Räumen und Kontakt mit erkälteten Personen.

Für den Personenkreis, die viel mit anderen Menschen zu tun haben, oder für Menschen, die durch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz- und Nierenerkrankungen geschwächt sind, gibt es auch Grippe-Impfungen, die vor infektiösen Erkrankungen einen wirksamen Schutz bieten und von Ihrem Arzt auf Wunsch durchgeführt wird..

 

AZU-FE16.jpg (2269 Byte)
Gesunde Ernährung und körperliche Bewegung -vor allem in frischer Luft- sind für die Prävention der Erkrankungen der Bronchien und der Lungen von ganz besonderer Bedeutung.
 

Ein Patienten - Service von ratiopharm                          Ihr

 

 

 

© ddf8c.jpg (6740 Byte)
Stand: 09. April 1999