Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit
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Hirndurchblutungsstörungen und ihre Folgen sind bei uns die häufigste Ursache für eine Invalidität. Schlaganfall bzw. Verkalkung sind uns bekannt; was sind jedoch Ursachen und Symptome einer cerebralen Durchblutungsstörung?

Dazu sollte man sich zuerst nochmals vergegenwärtigen, daß die Arterien das "frische", sauerstoffreiche Blut vom Herzen in den gesamten Körper transportieren. Gesunde Arterien sind elastisch und muskulös und können sich den unterschiedlichen Blutdrucksituationen anpassen. Unter ungünstigen Bedingungen und bei geschädigten Arterienwänden lagern sich Blutfette (z.B. Cholesterin) an der Gefäßinnenwand ab. Im weiteren Verlauf setzen sich an diesen Stellen auch andere Stoffe wie z.B. Calcium ab.

Das Gefäß verengt sich; man spricht von Arterienverkalkung oder Arteriosklerose.

Die Folgen davon sind Durchblutungsstörungen in den nachfolgenden Gebieten. Außerdem können solche verengten Gefäße leichter durch ein Blutgerinnsel verschlossen werden. Männer leiden häufiger unter Durchblutungsstörungen als Frauen.

Folgekrankheiten der Arteriosklerose:

1. Schlaganfall
2. Angina pectoris und/oder Herzinfarkt
3. Nierenversagen
4. Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen

Durchblutungsstörungen im Gehirn führen zu nachlassenden Hirnfunktionen, z.B. Gedächtnisstörungen, Schwindel, Unkonzentriertheit, Verwirrtheit (volkstümlich Verkalkung). Je nachdem welche Hirnregion betroffen ist, können aber auch andere Ausfallserscheinungen an anderen Körperstellen, z.B. Gefühllosigkeit in Armen oder Beinen oder Sehstörungen hervorgerufen werden. Ist die Gefäßverengung sehr stark oder wenn ein Hirngefäß platzt, kann es zu einem Schlaganfall kommen.

 

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Häufigste Ursachen: Folgende Risikofaktoren begünstigen die Entstehung von Arterienverengungen und damit das Entstehen und die Folgen der cerebralen Durchblutungsstörung beim Menschen:
  • zu hoher Cholesterinspiegel, weil Cholesterin sich in den Gefäßen ablagert
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Übergewicht, weil dies oft mit Bluthochdruck oder hohen Cholesterinwerten verbunden ist
  • Rauchen
  • Streß
  • Diabetes mellitus (Zuckererkrankung)

Viel seltener als angenommen können TIA`s auch durch hämodynamische und hämatologisch-rheologisch (z.B. Knickbildungen der Gefäße im Zusammenhang mit Kopfbewegungen... und durch Fließeigenschaften des Blutes) bedingte Störungen verursacht werden wie zum Beispiel: plötzlicher Blutdruckabfall, Anämien (Blutarmut) oder zu dickes Blut bei einer zu geringen Trinkmenge.

Die Folgen sind Einschränkungen in der Durchblutung des Gehirns mit den schon beschriebenen Folgen.

 

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Das klinische Bild der Durchblutungsstörungen des Gehirn wird hauptsächlich von 2 Faktoren bestimmt:
  • Lokalisation und
  • Zeitverlauf.

Der Lokalisation kommt beim Gehirn ganz besondere Bedeutung zu: eine ursächlich und von der Ausdehnung gleiche Durchblutungsstörung an den unterschiedlichen Stellen des Gehirns ruft ganz unterschiedliche Krankheitsbilder hervor. Der Zeitverlauf ist wichtig zur Einschätzung der Gefährdung der Patienten und der Dringlichkeit weiterer Diagnostik.

Es werden hauptsächliche folgende Verlaufsformen unterschieden:

  • TIA (Transitorisch ischämische Attacke): so werden neurologische Ausfälle bezeichnet, die meist nur wenige Minuten, selten länger als 1 bis 2 Stunden dauern und nach der Definition nicht länger als 24 Stunden dauern dürfen. Typisch für eine TIA sind flüchtige Taubheitsgefühle der Finger- und Hände, die sowohl isoliert (nur eine Hand oder ein Bein betroffen) oder auch halbseitig auftreten können. Weiter können Gleichgewichtsstörungen mit und ohne Sehstörungen auftreten, sowie Störungen der Sprache und/oder des Sprachverständnisses.
  • PRIND (prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit): die Symptome sind denen der TIA vergleichbar; jedoch entwickelt sich diese Störung verzögert in Verlauf von 24 Stunden.
  • progredienter und vollendeter Hirninfarkt und Gehirnblutungen werden im eigenen Kapitel  AZU-TEXT-SCHLAGANFALL.jpg (5825 Byte) dargestellt.

Fast 90 % der TIA`s entstehen im Versorgungsgebiet der Arteria carotis, ca. 7 % im Bereich der Aa. vertebralis/basilaris.

 

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An diagnostischen Untersuchungsverfahren gilt in allererster Linie die körperliche Untersuchung des Patienten mit Auskultation der Gefäße des Halses und verschiedene doppler-sonographische Verfahren zum direkten Ausschluß eines Arterienverschlusses der Gehirngefäße. Ergänzt werden dies Verfahrenstechniken gegebenenfalls durch Kontrastdarstellung der Gehirngefäße, die jedoch durch die immer besser werdenden Ultraschallverfahren in den Hintergrund rücken. Computertomographie oder Kernspin-Tomographie werden im Bedarfsfalle auch einzusetzen sein.

Was Ihr Arzt tun kann: Die Therapie des Arztes richtet sich nach den Beschwerden, die durch die Arterienverengung hervorgerufen werden. Mit speziellen Untersuchungsmethoden kann der Arzt den Ort und das Ausmaß der Gefäßverengung feststellen.

  • die der Cerebralskerose zugrundeliegende Erkrankungen müssen behandelt werden, eventuell die bestehende Therapie geändert werden.
  • In den meisten Fällen wird Ihr Arzt eine medikamentöse Behandlung einleiten oder intensivieren: dazu wird er Substanzen wie ASS (Acetylsalicylsäure) oder eine Antikoagulantien-Therapie (z.B. Marcumar) verabreichen.
  • Chirurgische Maßnahmen (OP mit Prothesenersatz, Bypass-Operation....) werden in besonderen Fällen erforderlich werden.

 


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Was Sie tun können
  • In erster Linie ist es wichtig, die Risikofaktoren einzuschränken.
  • eine gesunde Lebensweise mit adäquater, altersgerechter Ernährung ist unbedingt erforderlich
  • reduzieren Sie gegebenenfalls Ihr Übergewicht
  • wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, gehen Sie an die frische Luft, machen Sie Spaziergänge.
  • Die regelmäßige Einnahme von Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung führt zu einer Verbesserung des Blutflusses. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

 

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Wann Sie zum Arzt müssen
  • Wenn die oben genannten Beschwerden auftreten oder wenn auch nur der Verdacht auf eine Durchblutungsstörung besteht.
  • Bei Patienten mit den oben genannten Risikofaktoren sind regelmäßige Arztbesuche wichtig.
  • Wenn Sie wissen, daß Sie unter Durchblutungsstörungen leiden, sollten Sie regelmäßig zum Arzt gehen.

Vorbeugung

  • Die beste Vorbeugung ist eine gesunde Lebensweise und Vermeidung der (Rauchen, Übergewicht, Streß, etc.).
  • Regelmäßig Sport treiben.
  • Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Cholesterinspiegel.
  • Bei erhöhten Cholesterinspiegel auf cholesterinarme Ernährung achten , d.h. Butter, Eier, Fleischmenge reduzieren (Cholesterinspiegel senken)
  • Diabetiker sollten stets darauf achten, daß ihre Zuckerwerte richtig eingestellt sind.

 

 

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Stand: 05. April 1999