| Wie kann man eine Vergrößerung der
Prostata feststellen? Ihre Informationen
über Art und Umfang der Beschwerden, die Sie Ihrem Arzt geben, ermöglichen es Ihrem
Arzt, die Diagnose "Prostatavergrößerung" zu stellen. Er wird jedoch eine
weitere körperliche Untersuchung zur Sicherung der Diagnose durchführen, bei
der auch die eigentliche Untersuchung der Prostata durch eine rektale Tastuntersuchung
ergänzt wird (wie anläßlich der Vorsorgeuntersuchung). Laboruntersuchungen (von
Blut und Urin) sind Bestandteil der Routineuntersuchung.
Gegebenenfalls wird eine Ultraschalluntersuchung
über die genaue Größenausdehnung bzw. die Veränderungen in der Drüse Aufschluß
geben; eine Restharnbildung und genaue Bestimmung der Restharnmenge lassen sich dadurch
ebenfalls genau ermitteln und eine Rückstauung in die Nieren damit ausschließen. Eine
Blasenspiegelung (Cystoskopie) oder eine röntgenologische Untersuchung der Nieren und der
ableitenden Harnwege kann eventuell notwendig werden.
Bei besonderen Tastbefunden wird zur definitiven Klärung
eine Biopsie der Prostata in einigen Fällen erforderlich werden, vor
allem auch zum Ausschluß einer Prostatakrebserkrankung (bei Männern über 50 Jahre ist
die Krebserkrankung der Prostata die häufigste Krebserkrankung).
Wie sehen Therapiemöglichkeiten aus?
Zu Beginn der Erkrankung kann durch die Einnahme von
Medikamenten einer weiteren Größenzunahme in vielen Fällen vorgebeugt werden.
Oftmals gehen die anfänglich vorhandenen Beschwerden dadurch wieder zurück bzw. die
Vergrößerung der Prostata kann gebremst werden.
Ist die Prostatavergrößerung jedoch schon weiter
fortgeschritten oder es läßt sich keine Verringerung der Symptome erreichen, so kann nur
eine operative Entfernung der Prostata (Teil- oder vollständige Entfernung)
helfen.
Die Prostata kann durch verschiedene Techniken
bzw. verschiedene Zugangswege operiert werden: ein solches Verfahren ist die
Operation durch einen Zugangsweg im Unterbauch (supra- oder retropubische Adenektomie),
bei einem anderen Verfahren erfolgt der Eingriff über die Harnröhre (TUR = TransUrethraleResektion):
mittels einer elektrischen Schlinge werden aus dem abflußhemmenden Gewebe Stück für
Stück des Gewebes entfernt bis der Urin wieder frei aus der Harnblase abfliesen kann.
Warten Sie nicht zu lange, um eine solche Operation -wenn
sie erforderlich werden sollte- durchführen zu lassen, denn mit zunehmendem Alter sind
auch die geringen Risiken einer solchen Operation größer.
Ein Potenzverlust tritt bei der normalen Prostata-Operation
nicht ein, insbesondere nicht bei einer Frühoperation.
|