| Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben für Patienten mit | |
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| Von einem Prostata-Karzinom spricht der Mediziner, wenn er eine bösartige
Veränderung in der Vorsteherdrüse (Prostata) feststellt. Hiervon strikt zu trennen ist
die gutartige Prostata-Vergrößerung. Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebsart beim Mann über 40 Jahren
nach dem Lungenkrebs. Am häufigsten erkranken Männer im höheren Lebensalter, der
Altersgipfel liegt etwa zwischen dem 65. 70. Lebensjahr. Die Prostata wird durch Hormone gesteuert. Da es im mittleren Lebensalter -ab ca. dem 50. Lebensjahr- auch beim Mann zu hormonellen Veränderungen kommt, beeinflussen diese Hormonumstellungen auch die Drüsenfunktion und können bei der Entstehung eines Prostata- Karzinoms einen Einfluß haben. Die Entstehungsursachen für das Prostata-Karzinom sind trotz intensiver Forschung weiterhin noch nicht vollständig geklärt. Risikofaktoren (wie etwa beim
Lungenkrebs) sind bisher gleichfalls nicht bekannt.
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| Der Prostata-Krebs
geht fast immer vom äußeren Teil der Drüse aus, so daß die Patienten lange Zeit nichts
davon bemerken. Der Tumor wächst erst im späteren Stadium in den inneren Teil der
Prostata, erst dann kommt es zu einer Einengung der Harnröhre, da diese durch die
Prostata zieht. Dies führt zu Problemen beim Wasserlassen bis hin zum kompletten
Harnverhalt. Die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung ist die einzige Möglichkeit einen Tumor im frühen Stadium zu diagnostizieren, dies insbesondere aufgrund der Tatsache, daß es keine Frühsymptome der Erkrankung gibt.
Da das Prostata-Karzinom über den Blutweg und die Lymphgefäße Tumorzellen an andere Gewebe abgibt und so Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden kann, sollte eine bösartige Veränderung so früh wie möglich festgestellt werden. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Die Diagnose "Krebs" bedeutet keineswegs Hoffnungslosigkeit und ein sicheres Todesurteil, vielmehr kann man Krebs besiegen, man muß ihn nur früh genug erkennen. Tochtergeschwülste betreffen hauptsächlich die Knochen und dabei ganz besonders die Wirbelsäule, seltener Leber und Lunge. Größere Tumore können auch in die Blase einwachsen und dann Probleme verursachen.
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| Frühsymptome
gibt es beim Prostata Karzinom keine !!! Wenn keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen werden, bleibt der Tumor lange Zeit unentdeckt und wächst in dieser Zeit weiter. Beschwerden treten erst im späteren Stadium auf. Die Patienten bemerken Schwierigkeiten beim Wasserlassen so z.B. häufige kleine Urinportionen, einen abgeschwächten Harnstrahl oder schlimmstenfalls einen Harnverhalt. Ursache dieser Beschwerden ist die Einengung der Harnröhre. Leider kommt es aber nicht selten vor, daß erst die Beschwerden, die durch Metastasen ausgelöst werden auf die Spur eines Prostata Karzinoms führen. Länger bestehende Rücken- oder Knochenschmerzen, die trotz Behandlung nicht verschwinden, müssen abgeklärt werden. Gleiches gilt für unspezifische Symptome wie Gewichtsverlust trotz normalem Eßverhalten, Nachtschweiß, unklare Temperaturerhöhungen und Leistungsknick. Derartige "Symptome" sind häufig Anzeichen für eine Tumorerkrankung.
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Der rektale
Tastbefund -bei einer Vorsorgeuntersuchung- kann der Verdacht auf ein Prostatakarzinom
entstehen lassen. Ein harter, einzelner Prostataknoten sollte biopsiert
werden.
Die Medizin bietet mittlerweile unterschiedliche Möglichkeiten der Therapie mit guten Prognosen.
Welche Therapieform letztendlich bei Ihnen angewendet wird, hängt individuell vom Stadium und dem Patienten ab.
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Um es erst gar nicht
soweit kommen zu lassen, besteht der einzige Weg in einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung ab dem 45.
Lebensjahr.
Wie ist die Prognose? Dies trifft insbesondere für ältere Männer mit
hochdifferenzierten Karzinomen zu. Das Vorliegen von Metastasen zum Zeitpunkt der ersten
Diagnose verschlechtert die Prognose deutlich, die Therapie kann jedoch über lange Zeit
deutliche Linderung ohne Heilung bieten. |
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