Wissenswertes zum gesundheitsbewußten Leben
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Wenn die Zeit der tropfenden Nasen, der kratzenden Rachen und der hustenden Menschen wieder anbricht, also medizinisch Erkältungskrankheiten wieder auf dem Vormarsch sind, sollte man spätestens darüber nachdenken, wie man sich vor der Grippe schützt.

Apropo Grippe - Grippe ist nicht gleich Grippe!!!

Zumeist wird keine klare Trennung zwischen den Bezeichnungen Grippe, grippaler Infekt und echter Virusgrippe (Infuenza) gemacht; in Stichworten nochmals zur Begriffsbestimmung:

  • die von vielen zur Herbst- und Winterzeit durchgemachte Erkältung mit Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, die von vielen als Grippe bezeichnet wird, bezeichnet zumeist ein grippaler Infekt.
  • eine echte Virusgrippe tritt nicht nur weitaus seltener auf, sondern ist im Verlauf schwerer; die echte Virusgrippe wird auch auch Influenza bezeichnet.

Auslöser von grippalen Infekten sind über 300 verschiedene Virenarten, Auslöser der Influenza  sind sogenannte Influenza-Viren, von den man 3 Hauptypen unterscheiden kann (Typ A, B und C); beim Husten und Niesen werden diese Viren aus Mund und Nase quasi hinausgeschleudert (Tröpfcheninfektion) und der Unglückliche, der sie aufnimmt, kann erkranken.

Ist das körpereigene Abwehrsystem geschwächt, kann es den Körper nicht vor den Angriffen von Krankheitserregern schützen, der Infizierte wird erkranken.

Viele äußere Einflüsse, aber auch eigenes Verhalten können zu einer Schwächung des Immunsystems führen: seelische und/oder körperliche Überlastung, Umweltfaktoren wie Schadstoffe in Luft und Nahrung, Genußmittel (Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten) sowie einseitige Ernährung, Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen oder auch die Zuckerkrankheit.

Zudem sind manche Personengruppen, wie Kinder, ältere Menschen oder Leistungssportler, eher von einer Schwächung des Immunsystems betroffen als andere.

 

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Wenn man über Infektvorbeugung spricht, sollte man sich nochmals an die Aufgabe  und Funktion unseres körpereigenen Immunsystemes erinnern: die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die in unterschiedlichen Arten (Freßzellen, T-Zellen und B-Zellen) im Blut und in der Lymphfüssigkeit aber auch zwischen den Körperzellen vorkommen, erkennen die in den Körper eingedrungenen Fremdstoffe an ihrem Code und "verschlucken" sie (z.B. Viren, Bakterien oder auch Pilze). Diese Freßzellen alarmieren die T-Zellen, von denen wieder 3 Arten existieren, die durch Zuhilfenahme der B-Zellen die Produktion von Antikörpern übernehmen.

 

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Eine vereinfachte Darstellung der Abwehrvorgänge in unserem Körper zeigt die nebenstehende schematische Skizze:

Im 1. Bild erkennt man (violette) Bakterien, die in den Körper eingedrungen sind und nun von Freßzellen eingekreist werden. Bild 2. zeigt, wie sich die Freßzellen die Bakterien einverleiben und deren Code (blaues Quadrat) auf ihrer Oberfläche abbilden. Mit Hilfe eines chemischen Signals (Pfeil in Bild 2) benachrichtigen Sie die T-Zellen. Die T-Zellen (schwarz - Bild 3) überprüfen den fremden Code und fordern B-Zellen (rot) an, die mit der Produktion von Antikörpern beginnen (Bild4). Diese Antikörper reagieren mit den in den Körper eingedrungenen Keinem (dies nennt man Antigen-Antikörper-Reaktion) und bilden sogenannte Immunkomplexe (Bild 5). Die Immunkomplexe können nun von den Freßzellen wieder aufgenommen und aufgelöst werden - Bild 6).

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Jeder kann selbst einiges tun, um das Immunsystem zu unterstützen:

Streßabbau: Entspannung unterstützt den Organismus und ist eine Kraftspritze für das Immunsystem. Körperliche Bewegung wie Radfahren, Spazierengehen oder Tanzen wirken entspannend und damit ebenso positiv auf die Immunabwehr wie Kuscheln und Streicheln.

Entspannungsprogramme, zum Beispiel autogenes Training, helfen dem Körper von Leistung auf Ruhe umzuschalten.

Schlaf: Genügend Schlaf ist unentbehrlich für die Regeneration des Immunsystems. So werden wir gerade dann schlapp und müde, wenn sich eine Infektion in unserem Körper ausbreitet und das Immunsystem auf Hochtouren läuft.

Sport: Sport stärkt die Abwehrkräfte, beugt Krankheiten vor, löst Spannungen und hebt die Stimmung. Doch zuviel schadet. Extremer Hochleistungssport oder kurzzeitig erschöpfende Kraftanstrengungen schwächen das Immunsystem.
Ein intensives Bewegungstraining mit Ausdauercharakter fördert dagegen die Immunabwehr. Geeignet sind Sportarten wie Schwimmen, Joggen, Radfahren oder Skilanglauf. Achtung: nicht von null auf hundert mit dem Sport loslegen, sondern langsam beginnen. Abhärtung: Kalt/warme Wechselduschen und Saunieren regen das Immunsystem an.
Bei Wasseranwendungen immer warm anfangen, mehrfach wechseln und kalt enden. Die Brause dabei von unten nach oben zum Herzen führen. Einen Saunagang nicht abgehetzt oder übermüdet beginnen. Danach etwas an der frischen Luft umhergehen und sich mit kaltem Wasser abkühlen. Achtung bei Herz/Kreislaufproblemen (z. B. Bluthochdruck), keine eiskalte Schwalldusche oder Tauchbecken.

Heilpflanzen: Extrakte aus Heilpflanzen regen das Immunsystem an und steigern die Abwehrkräfte. So haben die Wirkstoffe aus Wildem Indigo, Lebensbaum und Sonnenhut positive Effekte auf die angeborene Immunabwehr. Sie erhöhen die Anzahl und Aktivität der Freßzellen, fördern die Bildung von Immunstoffen und bremsen die Vermehrung von Krankheitserregern — insbesondere Viren. Besonders erfolgreich wirken diese Heilpflanzen aber in der Kombination. Man kann sie sogar vorbeugend sowie bei einer bereits bestehenden Erkältung einnehmen, so daß sich die Erkrankungsdauer verkürzt.

 

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Ernährung. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Kohlenhydraten, wenig Fett, ausreichend Eiweiß, Ballaststoffen sowie Vitaminen und Mineralien unterstützt die Funktion des Immunsystems. Brot, Reis, Kartoffeln und Teigwaren sind gute Kohlenhydratlieferanten. Lieber Vollkornsorten als Weißmehlprodukte verwenden. Regelmäßige Vitamin-C-Bomben sind Paprika und Zitrusfrüchte. Vitamin A und seine Vorstufe, das Betacarotin, sind besonders in grünen und gelben Gemüsen wie Mohren, Grünkohl, und Spinat enthalten.

Das Vitamin C  unterstützt die Abwehr von Bakterien indem es aktivierte T-Zellen fördert. Das Vitamin B ist wichtig für B- und T-Zellen und unterstützt die Bildung von Antikörpern. Verschiedene Abwehrzellen werden vom Vitamin A stimmuliert.

Sie sehen also, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung im direkten Zusammenhang mit dem menschlichen Immunsystem ist.

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Vitamin C
 

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Stand: 06. April 1999